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LEXIKON

Orden

[lateinisch, ordo, Regel, Ordnung, Stand]

Weltliche Orden

Seit dem späten Mittelalter schufen die Monarchen nach dem Vorbild der Ritterorden Ordensgemeinschaften, deren Angehörige durch Verdienst und Herkunft ausgezeichnet waren, und stellten sie in ihren Dienst (englischer Hosenbandorden 1350; burgundischer Orden vom Goldenen Vlies; französischer Heiliger Geistorden 1578). Später hörten sie auf, wirkliche Standesvereinigungen zu sein; die Ernennung zum Mitglied eines Ordens wurde ein Mittel zur Auszeichnung für besondere Verdienste. Schließlich ging die Bezeichnung Orden von der Gemeinschaft auf die Ordensembleme (Kreuz, Stern, Medaillen) über und wurde im Sinn der modernen Auszeichnungen, der (Verdienst-)Orden und Ehrenzeichen, verwendet. Seit dem Beginn der Neuzeit wurde die Bezeichnung Orden für Gemeinschaften mit verschiedenen Zwecken verwendet, u. a. die Sprachgesellschaften im 17. Jahrhundert, die weltanschaulichen Orden (z. T. Geheimorden) der Rosenkreuzer, Freimaurer und Illuminaten. Im 19. und 20. Jahrhundert spielte der Ordensgedanke und -name bei verschiedenen politischen Gruppen wieder eine Rolle (z. B. Jungdeutscher Orden).
  1. Einleitung
  2. Geistliche Orden
  3. Weltliche Orden
  4. Orden als Auszeichnungen
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