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Manhattan Project: Die Bombe aus der Wüste

Nach der 1938 von Otto Hahn und Friedrich Straßmann in Berlin erstmals erfolgreich durchgeführten Kernspaltung begannen Wissenschaftler im Deutschen Reich, in den USA und in Großbritannien, die Möglichkeit einer militärischen Nutzung der Kernenergie zu erforschen.

Hiroshima-Atombomber »Enola Gay«
Corbis-Bettmann, New York
Während in Deutschland entsprechende Untersuchungen als “weniger kriegswichtig“ eingestuft wurden, arbeiteten Wissenschaftler in den USA intensiv an der Entwicklung einer Atombombe. Sie befürchteten, dass die Nationalsozialisten als erste eine derartige Bombe entwickeln und einsetzen könnten.

1941 empfahl die US-Akademie der Wissenschaften zur “Sicherheit der Nation und der freien Welt“ den beschleunigten Bau eines nuklearen Sprengkörpers. Der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt stellte daraufhin nahezu unbegrenzte Geldmittel für die nötigen Forschungsarbeiten zur Verfügung. Im August 1942 begründete die US-Armee das streng geheime Projekt “Manhattan“. Führende Chemiker und Physiker sollten in Los Alamos im US-Bundesstaat New Mexico den Bau der Atombombe vorantreiben. 1943 zählte die eilig errichtete Barackenstadt noch 60 Einwohner; Anfang 1945 arbeiteten bereits rund 5000 hoch qualifizierte Wissenschaftler aus aller Welt in dem Atomforschungszentrum.

Am 16. Juli 1945 gelang schließlich der erste erfolgreiche Test eines nuklearen Sprengkörpers. Insgesamt betrugen die Kosten für die Entwicklung der Atombombe rund 2 Milliarden US-Dollar.

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