Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
weben
we|ben I.
1.
durch Erzeugen eines Fadens und vielfaches Verknüpfen dieses Fadens herstellen;
hier hat eine Spinne ihr Netz gewoben
2.
〈poet.〉
erzeugen, entstehen lassen;
das Mondlicht, die aufgehende Sonne, der Nebel wob einen feinen Schleier um die Berggipfel
II.
auf dem Webstuhl durch Kreuzen von Fäden herstellen;
Tuch, Leinen, Teppiche w.
III.
den Kopf hin– und herbewegen und dabei von einem Fuß auf den andern treten (als schlechte Angewohnheit)
IV.
leben und w.
wirksam sein, in feiner Bewegung sein;
im Wald, auf den Wiesen lebt und webt mancherlei Getier;
〈auch unpersönl., mit „es“〉
auf den Wiesen lebt und webt es
auf den Wiesen herrscht Leben und feine Bewegung
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