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Reisekrankheiten: Die wichtigsten Tipps

Egal ob ans Mittelmeer oder in die Tropen - wenn es um den Urlaub geht, haben Reisen in die Sonne fast das ganze Jahr Hochkonjunktur. Doch vor allem bei Fernreisen können wir uns unerwünschte und sogar gefährliche Mitbringsel einfangen – Reisekrankheiten. Eine ganze Reihe von Krankheiten werden durch verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder Stechmücken übertragen. Hier die wichtigsten Tipps zur Vorbeugung.
NPO, 12.07.2017

Leider gibt es auch Impfungen, die einen zeitlichen Mindestabstand zur Abreise verlangen und daher bei Last-Minute-Reisen problematisch sind.

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Die gute Nachricht zuerst: Europa und der Mittelmeerraum sind relativ ungefährliche Reiseziele – zumindest was gefährliche Infektionskrankheiten betrifft. Wer hier grundlegende Hygiene-Regeln befolgt, kommt meist ungeschoren durch den Urlaub. Allerdings: Einen Durchfall durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel kann man sich auch in Spanien, Italien oder den nordafrikanischen Küstengebieten einfangen.

Geht es im Urlaub in die Tropen, ist schon ein wenig mehr Vorsorge und Vorbeugung gefragt. Denn in vielen Ländern grassieren übertragbare Krankheiten, gegen die man sich vorher impfen lassen sollte. Hier ist es daher wichtig, sich schon einige Wochen vorher über nötige oder empfohlene Impfungen zu informieren. Hier einige Tipps dazu, wo und in welcher Form man beim Urlaub aufpassen muss.

Schmackhafte Versuchung: Beim Kauf von Lebensmitteln auf dem Markt oder bei Straßenhändlern gilt die Regel: "cook it, boil it, peel it or forget it".

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Lebensmittel: Was sollte ich beachten?

Im Schnitt durchleidet ihn jeder dritte Tourist in südlichen Ländern: Montezumas Rache oder prosaischer ausgedrückt Durchfall. Vor allem beim Urlaub in den Tropen steht er unter den Reisekrankheiten an erster Stelle. Das Problem: Mit Obst, Wasser oder auch Eiswürfeln nehmen wir Bakterien und andere Erreger auf, die unser Körper nicht kennt und gegen die er sich daher nur schwer wehren kann. Neben lästigen, aber eher harmlosen Erregern können wir uns in einigen Regionen auch gefährliche Infektionskrankheiten wie Hepatitis A oder die Cholera zuziehen.

Wichtig deshalb: Auch wenn Einheimische das Leitungswasser oder die Melone problemlos vertragen, sollten wir dabei sehr vorsichtig sein. Vor allem beim Kauf von Lebensmitteln auf dem Markt oder bei Straßenhändlern gilt die alte Regel: "cook it, boil it, peel it or forget it" – auf deutsch: erhitzen, abkochen, schälen oder lieber ganz vergessen. Aber auch in Hotels finden wir häufig den Hinweis am Wasserhahn: Not potable oder No Drinking Water.

Generell eher mit Vorsicht oder besser gar nicht zu genießen sind Speiseeis, Getränke mit Eiswürfeln, Salate, nicht geschältes Obst und warmgehaltene Speisen. Industriell abgefüllte Getränke und Kaffee oder Tee, die aus sprudelnd gekochtem Wasser zubereitet wurde, sind dagegen in der Regel unbedenklich. 

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