Wahrig Synonymwörterbuch

Alkoholiker

Trinker, Gewohnheitstrinker, Trunkenbold, Zecher, Trunksüchtiger; ugs.: Schluckbruder, Schluckspecht, Schnapsnase, Schnapsbruder, Schnapsdrossel, Sumpfhuhn, durstige Seele, Pichler; derb: Säufer, Saufbold, Saufbruder, Saufkumpan, Saufloch, Saufsack, Saufgurgel, versoffenes Subjekt; regional: Schwiemel, Schwiemelkopf, Söffel; österr.: Tippler

Alkoholiker: Von Zechern und Trunkenbolden

Für die krankhafte Trinksucht gibt es zahlreiche Synonyme, die diesen Sachverhalt teils (ab)wertend, teils verhüllend umschreiben. Ebenso wie Alkoholiker stellen Ausdrücke wie Alkoholabhängiger oder Alkoholkranker neutrale Beschreibungen dar.
Trinker und Gewohnheitstrinker haben dagegen bereits einen negativen Beigeschmack. Quartalstrinker oder Quartalssäufer sind Ausdrücke für eine Person, die in regelmäßigen Zeitabständen bis zum Vollrausch trinkt. Negative Bedeutung haben auch Trunkenbold oder Trunksüchtiger. Die Kurzform Alki gehört zum Jargon. Ein Zecher muss dagegen nicht unbedingt alkoholkrank sein: Das auch dichterisch gebrauchte Wort bezeichnet ursprünglich einen Wirtshausgast, der in größerer Runde Speisen und Getränke verzehrt. Es wird insofern oft in der Zusammensetzung fröhlicher Zecher verwendet.
Bezeichnungen wie Schnapsnase, Schnapsdrossel, Schluckspecht oder durstige Seele sind umgangssprachlich und werden oft freundschaftlich oder ironisch gebraucht. Dagegen sind alle Zusammensetzungen mit »Sauf« eindeutig abwertend gemeint: Säufer, Saufbold, Saufbruder, Saufkumpan, Saufloch, Suffkopp usw. Auch versoffenes Subjekt ist eine nicht gerade freundliche Bezeichnung.
Drei Chirurgen in OP-Kleidung, Masken und Schutzbrillen bei einer Operation.
Wissenschaft

Dem Gedächtnis auf der Spur

Ein gutes Gedächtnis hilft, Vokabeln, Formeln und Fakten zu behalten. Es formt außerdem unsere Persönlichkeit. Hirnforscher untersuchen seit Jahrzehnten seine Funktionsweise. Wir beleuchten ihre Fragen und bisherigen Antworten. von FRANK FRICK Hat das Gedächtnis seinen Sitz in einer bestimmten Gehirnregion? Nein. Dennoch gibt es...

forschpespektive_NEU.jpg
Wissenschaft

Flüchtige Dogmen

Warum werden in der Biologie immer wieder Dogmen aufgestellt – und meist auch wieder gebrochen? Schließlich kommt der Begriff „Dogma“ historisch aus Theologie und Philosophie und bezeichnet vornehmlich eine – meist „von oben“ – beschlossene oder gar verordnete grundsätzliche Lehraussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon