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Townships voller Talente

Fußball ist der Sport der Schwarzen. Er wird immer und überall gespielt. Zwar gibt es auch eine Profi-Liga in Südafrika, das Herz des Fußballs schlägt aber auf der Straße. Ob in den Townships der großen Städte, in den Dörfern auf dem Land oder auch in Strandnähe: Kicken ist in!

Atlantica! Südafrika aus dem Bertelsmann-Verlag

Ein Kontinent des Fußballs

Und ganz besonders in diesem Punkt ist die Mehrheit Südafrikas so wie ganz Afrika: ein Kontinent des Fußballs. Allerdings hat sich die Qualität des Fußballs in Südafrika in den letzten Jahren tendenziell verschlechtert, während sie in anderen Teilen Afrikas anstieg. Die Ergebnisse der Nationalmannschaft "Bafana Bafana" (Jungs) haben in letzter Zeit für Ernüchterung gesorgt. Nach dem Gewinn der Afrika-Meisterschaft 1996 in Johannesburg und zwei WM-Teilnahmen 1998 in Frankreich sowie 2002 in Japan und Südkorea ging es steil bergab. Bei beiden Turnieren war zwar bereits in der Vorrunde Schluss, aber immerhin: Man war dabei auf der großen Fußballbühne. Seit einigen Jahren ist nicht mehr ernsthaft an eine erfolgreiche Qualifikation für ein solches Großereignis zu denken, es sei denn, man ist Gastgeber – wie im Jahr 2010.

Immerhin konnte die Nationalmannschaft bei der WM-Generalprobe positiv überraschen: Beim Confederations Cup schlug sich Südafrika im Juni 2009 respektabel und hielt sogar gegen Europameister Spanien sowie Rekordweltmeister Brasilien sehr gut mit. Die Vorzeigeprofis des afrikanischen Fußballs wie Didier Drogba (Elfenbeinküste), Michael Essien (Ghana) und Samuel Eto´o (Kamerun) kommen aber vorrangig aus den Staaten in Äquatornähe. Alle sind sie fußballerische Vorbilder, von denen Südafrikas Fußball-Jugend wie hier im Township Khayelitsha vor den Toren Kapstadts nur träumen kann.

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