Wahrig Herkunftswörterbuch
Sand
Warum tritt das Wort Sand in so vielen deutschen Wendungen auf? Die Antwort liegt in dem, was ihn auszeichnet: Sand gibt es am Meer und in der Wüste in großer Menge, bei Wind nimmt er die Sicht, deshalb die Redewendung jemandem Sand in die Augen streuen „jemanden irreführen“ – etwas, was Athleten der Antike oder Fechter praktizierten, um den Gegner zu irritieren. Er schädigt empfindliche Maschinen, daher auch Sand im Getriebe haben „nicht funktionieren“, man versinkt sogar in ihm: Spuren sind im Sand nicht von Dauer, daher heißt es im Sande verlaufen „ohne Ergebnis bleiben“. Einige Wendungen mit Sand stammen aus der trockenen und zugleich meeresnahen Region der Bibel. Im Alten Testament finden sich viele Belege für die Wendung wie Sand am Meer „in riesiger Menge“, etwa im 1. Buch Mose (32,13): „[…] ich will […] deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zählen kann vor der Menge.“ In den Psalmen (78,27) steht: „Und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer“. Wer sagt, dass etwas auf Sand gebaut (also „nicht fundiert“) sei, der bezieht sich dagegen auf die Bergpredigt im Neuen Testament (Matthäus 7,26).
Wissenschaft
Die Müllabfuhr im Kopf
Das zentrale Entsorgungssystem des Gehirns arbeitet vor allem im Schlaf. Forscher vermuten, dass durchwachte Nächte Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen begünstigen. von SUSANNE DONNER Mehr als 100 Jahre glaubten Fachleute, das Gehirn recycle seinen Abfall selbst. Während andere Organe von einem Lymphsystem durchzogen...
Wissenschaft
Helium-Regen und ausgefranster Kern
Das Innere der Riesenplaneten im Sonnensystem ist äußerst exotisch, wie Daten von Raumsonden und Laborexperimenten zeigen. von THOMAS BÜHRKE Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind die Riesen im äußeren Sonnensystem. Diese Gasplaneten besitzen 99,5 Prozent der Gesamtmasse aller Planeten. Im Inneren Jupiters fänden mehr als 1300...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Doch keine neue Erdepoche
Das Rätsel um den Ursprung
Augen: Komplizen des Lichts
Stahlwerks-Emissionen per Satellit messen
Steine und Menschen
Urprall statt Urknall?