Wahrig Herkunftswörterbuch

Umstand

dieses Substantiv (
mhd.
umbestant in ders. Bed., urspr. „das Herumstehen; die Herumstehenden“) beruht auf einer früheren Form des Verbs umstehen (
mhd.
umbestēn,
ahd.
umbistēn); im Sinne von die „Herumstehenden“ wurde der Begriff Umstand früher auch im Gerichtswesen gebraucht, er bezeichnete alle im Gericht anwesenden Personen, die anders als die Richter und Schöffen während der Verhandlung stehen mussten; die Tatsache, dass diese „stehende“ Gerichtsgemeinde das Recht hatte, zugunsten des Angeklagten auszusagen, führte zu der noch heute üblichen Rede von den mildernden Umständen; auf dieser Grundlage wurde später von den „umstehenden“ Personen auf die „umstehenden“ Tatsachen die Situation, die Umgebung, die Bedingungen einer Handlung abstrahiert; unter dem Einfluss von Formulierungen wie der Umstand des Textes, was so viel meint wie den „Zusammenhang, in dem eine Textstelle steht“, nahm das seit dem 16. Jh. bezeugte Adjektiv
umständlich
allmählich seine heutige Bedeutung „weitschweifig, zu genau, für einen reibungslosen Ablauf hinderlich“ an
Drohnen-Team beim Transport eines Paketes
Wissenschaft

Teamwork bei Drohnen

Drohnen können Lasten in schwer zugängliche Gebiete transportieren, dabei jeweils einzeln jedoch nur wenig Gewicht tragen. Die Zusammenarbeit mehrerer Drohnen gestaltet sich allerdings schwierig, denn die autonomen Flugobjekte müssen sich dabei sowohl untereinander koordinieren, als auch auf Veränderungen in ihrer Umgebung...

Flüsterbremsen, Lärm, Bahn
Wissenschaft

Auch leise ist zu laut

Wer in der Nähe eines Bahngleises wohnt, wird durch Lärm belästigt. Trotz neuer „Flüsterbremsen“ bleibt noch viel zu tun. von ROLAND BISCHOFF Seit über fünf Jahren ist in der Schweiz der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel in Betrieb. Seither fahren täglich 130 bis 160 Züge hindurch, davon zwei Drittel Güter- und ein Drittel...

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