Wahrig Herkunftswörterbuch

Umstand

dieses Substantiv (
mhd.
umbestant in ders. Bed., urspr. „das Herumstehen; die Herumstehenden“) beruht auf einer früheren Form des Verbs umstehen (
mhd.
umbestēn,
ahd.
umbistēn); im Sinne von die „Herumstehenden“ wurde der Begriff Umstand früher auch im Gerichtswesen gebraucht, er bezeichnete alle im Gericht anwesenden Personen, die anders als die Richter und Schöffen während der Verhandlung stehen mussten; die Tatsache, dass diese „stehende“ Gerichtsgemeinde das Recht hatte, zugunsten des Angeklagten auszusagen, führte zu der noch heute üblichen Rede von den mildernden Umständen; auf dieser Grundlage wurde später von den „umstehenden“ Personen auf die „umstehenden“ Tatsachen die Situation, die Umgebung, die Bedingungen einer Handlung abstrahiert; unter dem Einfluss von Formulierungen wie der Umstand des Textes, was so viel meint wie den „Zusammenhang, in dem eine Textstelle steht“, nahm das seit dem 16. Jh. bezeugte Adjektiv
umständlich
allmählich seine heutige Bedeutung „weitschweifig, zu genau, für einen reibungslosen Ablauf hinderlich“ an
Phaenomenal_NEU.jpg
Wissenschaft

Eine einzige Zigarette …

Welche Schäden selbst gelegentliches Rauchen an der DNA hinterlässt, und warum wir trotzdem nicht sofort tot umfallen, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Dass Rauchen der Gesundheit alles andere als guttut, ist allgemein bekannt. Dabei ist es entgegen einer weitverbreiteten Ansicht gar nicht das Nikotin, das den Tabakrauch so...

Diatryma geiselensis
Wissenschaft

Geiseltal: Ausgestorbener Laufvogel hat jetzt einen Kopf

Im Laufe der Zeit haben schon viele spektakuläre Urzeitwesen Deutschland durchstreift. Dazu zählt auch der 1,40 Meter große Laufvogel Diatryma geiselensis, der vor 45 Millionen Jahren im Geiseltal im heutigen Sachsen-Anhalt lebte – damals noch ein tropisches Sumpfgebiet. Nun haben Paläontologen erstmals einen Schädel dieses...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch