Wissensbibliothek
Was erfand Archimedes?
In der Mechanik entdeckte er neben den Hebelgesetzen das Gesetz des Schwerpunkts, konstruierte einen Flaschenzug und die Wasserschnecke, eine Vorrichtung, um Wasser von einem niedrigeren auf ein höheres Level zu transportieren. Wirklich berühmt wurde der brillante Denker mit der Entdeckung des »archimedischen Prinzips«, einer der Grundlagen der Hydrostatik. Die Vorstellung, dass Archimedes in der Badewanne lag, mit einer Goldkrone spielte und plötzlich mit dem Schrei »Heureka!« (Ich hab's gefunden!) aufsprang, gehört natürlich in den Bereich der Legende.
Wahr ist hingegen, dass er sich mit einer Krone Hierons beschäftigte, um herauszufinden, ob sie aus purem Gold oder einer Legierung bestand. Da er wusste, dass reines Gold und ein Metallgemisch von unterschiedlicher Dichte sind, versuchte er Masse und Volumen separat zu ermitteln. Dabei entdeckte er, dass ein Körper in einer Flüssigkeit so viel an Gewicht verliert, wie die verdrängte Flüssigkeitsmenge wiegt – das heißt, das von einem Gegenstand verdrängte Wasser entspricht dem Gewicht des Gegenstands und nicht seinem Volumen. Danach konnte er die Anteile der verschiedenen Metalle der Goldlegierung bestimmen. Dieses Prinzip des Auftriebs geht über die Gleichgewichtsbestimmungen hinaus, die Archimedes in seinem Traktat »Über schwimmende Körper« beschrieben hatte.
Neue Wege ohne Widerstand
Die Supraleiterforschung macht ihre größten Fortschritte abseits der großen Ankündigungen. So ist es erstmals gelungen, eine supraleitende Diode mit umkehrbarem Vorzeichen zu entwickeln, und exotische Supraleiter lassen sich nun Atom für Atom zusammensetzen. von DIRK EIDEMÜLLER Supraleiter gehören zu den faszinierendsten...
Algorithmen für die Vogelforschung
KI-gestützte Analysen von Vogelstimmen bringen neue Erkenntnisse über die Zugrouten, Bestände und den Gesundheitszustand der Tiere. von TIM SCHRÖDER Schon seit Jahrzehnten nutzen Biologen Satellitensender, um die Zugwege von Tieren zu erforschen. Die Geräte zeichnen regelmäßig die Positionen der Tiere auf. Dank dieser Daten...