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Diabetes-Therapie

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Arzt mit Patienten, 15. Jh.

Miniatur aus einem französischen Manuskript von ""De propietatibus rerum"" von Batholomaeus Anglicus, 15. Jh.

Über 2000 Jahre gab ein geheimnisvolles Gebrechen Rätsel auf. Besonders auffällig war der ständige Drang der Patienten zum Wasserlassen, wobei sie völlig auszehrten.

Im 2. Jahrhundert nannte ein griechischer Arzt die Krankheit Diabetes (Harnruhr): "Fleisch und Bein schmilzt in Urin zusammen", beschrieb Aretaios von Kappadokien. "Nach einem elenden, schmerzvollen Leben erfolgt schleunig der Tod."

Im Mittelalter sprach man vom "Honig-Urin" der Erkrankten. Mit Erstaunen vermerkten die Ärzte, dass das seltsame Leiden 1871 während der grassierenden Hungersnot im belagerten Paris verschwand.

1889 entdeckten zwei Deutsche - Joseph von Mering und Oskar Minkowski - zufällig einen medizinischen Zusammenhang mit der Bauchspeicheldrüse. Hunde, denen man das Organ entfernt hatte, wiesen plötzlich Zucker im Urin auf.

Daraufhin bemühten sich mehrere Forscher, ein Blutzucker senkendes Sekret zu gewinnen. Die Präparate konnten aber nicht an Menschen angewendet werden, da sie nicht rein genug waren.


Am 31. Oktober 1920 um 2 Uhr nachts schreibt der Kanadier Frederick Grant Banting an einer Vorlesung für Medizinstudenten. Plötzlich hat der Inhaber einer wenig erfolgreichen orthopädischen Praxis eine Idee. Er will das lebenswichtige Hormon aus den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gewinnen.


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Medizin-Nobelpreis für Banting, 1923

Der Kanadier Frederick Grant Banting (1891-1941), Mitte, der 1923 gemeinsam mit John James Richard Macleod den Nobelpreis für die Entdeckung des Insulins erhielt, zusammen mit Prof. J. G. Fitzgerald und Göran Liljestrand (rechts).

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Monika Wittmann
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Insulintherapie bei Diabetes Mellitus

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