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Kinder und Jugendliche im Internet - begleiten ist besser als verbieten

Interview mit Jörg Kabierske von Klicksalat

Etwa eine halbe Million Schüler in Deutschland und ungefähr 50.000 Eltern und Lehrer haben seit 2006 an den Medientrainings von Klicksalat® teilgenommen. Der ehemalige Kinderschutztrainer von KidSpro® und Klicksalat®-Gründer Jörg Kabierske kennt die Gefahren, denen sich Kinder und Jugendliche beim Surfen und Chatten aussetzen, und die Unsicherheit vieler Eltern angesichts der Mediennutzung ihres Nachwuchses. Er sagt: Begleiten ist besser als verbieten.

wissen.de: Sie sind seit sieben Jahren in deutschen Klassenzimmern unterwegs. Sehen Sie eine wachsende Medienkompetenz bei Schülern und Eltern?

Laptop mit Headset und Webcam
Kabierske: Schwer zu sagen. Schüler verblüffen mich regelmäßig mit vernünftigen Fragen und mosaikartigem Spezialwissen. Gleichzeitig werden die Gerätenutzer immer jünger. Die Medienkompetenz der Eltern hat nichts mit Bildungsferne oder -nähe oder dem Einkommen zu tun, sie hängt vor allem von den allgemeinen Freizeit-und Couching-Kompetenzen ab. Eltern müssen sich fragen, wie begleite ich mein Kind? Bin ich beteiligt? Weiß ich, was es interessiert? Kritisch wird es, wenn Eltern ihre Kinder im digitalen Parkhaus parken und den Erziehungsauftrag an Smartphones und Tablets abgeben. Wenn Kinderzimmer zur „Karriereförderung“ blindlings mit Technologie vollgestopft werden, ohne dass Regeln und Ziele definiert werden, kommt es zu einer anderen Form von Verlotterung als zum Beispiel bei Alleinerziehenden, die mit dem Unterhalt der Familie schon total überfordert sein können.

wissen.de: Welchen Gefahren setzen sich Kinder und Jugendliche beim Surfen aus?

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von Susanne Böllert, wissen.de 2013
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