Lexikon
Dominạnte
[
die; französisch zu lateinisch dominare, „(be)herrschen“
]zunächst seit dem 16. Jahrhundert neben oder nach der Finalis Zentralton einer Kirchentonart; bei Jean-Philippe Rameau jeder Akkord, der einen anderen als Zielakkord vorbereitet und zu diesem einen Abstand von einer Unterquinte (eine Quinte tiefer) oder einer Oberquart (eine Quarte höher) aufweist; daraus von Hugo Riemann in seiner Funktionstheorie abgeleitete Bezeichnung für den 5. Ton (Quinte) einer Dur- oder Moll-Tonleiter sowie den darauf aufgebauten Akkord, Abkürzung D für einen Dur- bzw. d für einen Moll-Akkord. Die Dominante gehört nach der Tonika und neben der Subdominante zu den zentralen Elementen jeder Kadenz (1.), wobei die Dominante eine vorbereitende Funktion für die Tonika ausübt; besonders stark ist diese Auflösetendenz im Dominantseptakkord (D7) ausgeprägt, der durch Hinzufügen der kleine Septime entsteht und eine elementare Rolle bei Modulationen spielt; Harmonielehre.
Wissenschaft
Mitochondrien integrieren ihre DNA in unsere Gehirnzellen
Mitochondrien sind als Energielieferanten ein wichtiger Bestandteil unserer Zellen. Da sie ursprünglich von Bakterien abstammen, enthalten sie ihre eigene DNA, die üblicherweise von unserem im Zellkern verpackten Erbgut getrennt ist. Gelegentlich allerdings wandern mitochondriale DNA-Abschnitte in den Zellkern und integrieren...
Wissenschaft
»Von der Petrischale bis zum Acker«
Mikroplastik, Lärmverschmutzung, Trockenstress: Im Interview erzählt Matthias Rillig, wie er die Auswirkungen des globalen Umweltwandels auf unsere Böden erforscht. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Herr Prof. Rillig, was verstehen Sie unter den sogenannten Global-Change-Faktoren? Es gibt drei Kriterien: Diese Faktoren sind...