Lexikon

afrikanische Religionen

Sammelbezeichnung für die traditionellen Religionen der afrikanischen Völker südlich der Sahara. Die afrikanischen Religionen beruhen auf schriftlosen Überlieferungen und sind stark vom Glauben an die Wirksamkeit magischer Praktiken geprägt. Verehrt werden Ahnen- und Naturgeister sowie ein höchstes Wesen. Der Medizinmann verfügt über die Fähigkeit, eine Verbindung zum Übernatürlichen herzustellen und magische Praktiken zum Wohle seines Volkes anzuwenden, z. B. bei der Heilung von Kranken. Verbreitet ist auch die Verehrung von Totems, d. h. Naturwesen (Tieren, Pflanzen), von denen man glaubt, dass sie aufgrund der gleichen Abstammung mit einer bestimmten Gruppe von Menschen in einer geheimnisvollen, engen Beziehung stehen. Kultische Tänze, Opferhandlungen und Gebete sind weitere Elemente der religiösen Praxis. Durch das Vordringen von Christentum und Islam wurden die traditionellen afrikanischen Stammesreligionen seit dem Altertum immer weiter zurückgedrängt. Viele magische Rituale und der Glaube an Geister und den Einfluss der Ahnen haben sich jedoch erhalten und sind z. T. mit den christlichen bzw. islamischen Glaubenslehren eine enge Verbindung eingegangen.
Wissenschaft

Schwere Geburt auch bei Schimpansen

Nicht nur wir Menschen haben es bei der Geburt schwer: Auch bei Schimpansen ist der Geburtskanal enger als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie anhand dreidimensionaler Modelle der Beckenanatomie bei Schimpansen und Menschen. Bisher ging man davon aus, dass die schwere Geburt bei Menschen vor allem durch unseren aufrechten...

Wissenschaft

Strom aus Licht

Seit fast 200 Jahren ist bekannt, dass Sonnenlicht Strom erzeugen kann. Dennoch führte die Photovoltaik lange ein Schattendasein. Erst mit der Energiewende wurde sie populär – und ist heute ein gigantisches Forschungsfeld. von Rainer Kurlemann Als Alexandre Becquerel im Jahr 1839 den photoelektrischen Effekt entdeckte, war die...

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