Lexikon
Ausbreitung
Dispersiondas Gebiet, das eine Organismenart besiedelt, ausgehend von einem Ausbreitungszentrum. Die Ausbreitung einer Organismenart hängt von ihrer Ausbreitungsfähigkeit, Vagilität, ab, d. h. von ihrer Beweglichkeit einerseits und den Umweltbedingungen andererseits. Ausbreitungsgrenzen sind Klima, topographische Hindernisse wie Gebirge, Meere u. a. oder begrenzende Eigenschaften wie Nahrungsspezialistentum.
Pflanzen breiten sich meist durch Wind (Anemochorie) oder durch Tiere (Zoochorie) aus, seltener durch Wasser (z. B. schwimmende Kokosnüsse). Gut bewegliche Tierarten sind meist die Läufer oder Flieger, daneben spielt die passive Ausbreitung durch Wind- oder Wasserverfrachtung eine Rolle.
Wissenschaft
Mitochondrien integrieren ihre DNA in unsere Gehirnzellen
Mitochondrien sind als Energielieferanten ein wichtiger Bestandteil unserer Zellen. Da sie ursprünglich von Bakterien abstammen, enthalten sie ihre eigene DNA, die üblicherweise von unserem im Zellkern verpackten Erbgut getrennt ist. Gelegentlich allerdings wandern mitochondriale DNA-Abschnitte in den Zellkern und integrieren...
Wissenschaft
Blutvergießen an der Tollense
Knapp 30 Jahre ist es her, dass an den Ufern der Tollense im heutigen Mecklenburg-Vorpommern ein pfeildurchbohrter Knochen gefunden wurde. In der Folgezeit trugen die Archäologen Überreste von etwa 140 Menschen zusammen. Die Untersuchungen ergaben: Sie sind etwa 3.300 Jahre alt. Doch was damals im Tollensetal geschah, ist bis...