Lexikon
Derivạt
[lateinisch derivare, „ableiten“]
hochspekulatives Termingeschäft an der Börse, dessen Wert vom Kurs anderer Finanztitel oder Waren, etwa Wertpapieren, Devisen, Anleihen, Rohstoffen oder Zinssätzen abhängt, sich also aus dem Kurs anderer Finanzprodukte ableitet. Der Wert von Derivaten steht und fällt mit der Kursentwicklung eines Basiswerts, des sog. Underlying. Derivate berechtigen zum Kauf oder Verkauf der zu Grunde gelegten Werte zu einem festen, im voraus vereinbarten Preis zu einem späteren Zeitpunkt. Zu den derivativen Finanzprodukten zählen Optionen, Futures, Terminkontrakte und Swapgeschäfte. Ausgeklammert sind die an einem nicht organisierten Markt gehandelten Devisentermingeschäfte. Derivate wurden ursprünglich vor allem von institutionellen Anlegern und Unternehmen zur Absicherung bestehender Positionen genutzt. Mit Derivaten können Anleger anders als bei Aktien auch an fallenden Märkten Renditen erzielen. Das Angebot reicht von Investments bis zu sehr spekulativen Derivaten wie Optionsscheinen mit einer sog. Verfallmarke, bei denen der Anleger das eingesetzte Kapital vollständig verliert, wenn der Kurs des Basiswertes über bzw. unter eine bestimmte Marke steigt oder fällt.
Wissenschaft
Gesunde Berührung
Hautkontakt wirkt sich positiv auf Schmerzleiden, Depressionen und Ängste aus. Die größte Wirkung könnte von Streichelneuronen ausgehen. von SUSANNE DONNER Wenn ihre Enkelkinder zu Besuch kamen, wünschte sich die über 90-jährige Frau immer, dass sie ihr die Haare wuschen. „Und bitte massiert das Shampoo kräftig ein“, bat sie und...
Wissenschaft
Postmoderne Molekularküche
Mit der Fermentation beleben Biotechnologen derzeit das älteste bekannte Konservierungsverfahren neu. Die Nahrung der Zukunft überrascht mit neuem Geschmack und hält ohne Zusatzstoffe länger. von SUSANNE DONNER Das Essen der Zukunft kann ebenso verstören wie verblüffen. Es erinnert oft an altbekannte Produkte wie Brie oder Feta,...