Lexikon
Djibouti
Geschichte
Im Norden und Westen des Landes siedelten seit alters her die Afar, Nomaden aus Äthiopien, im Süden die somalisprechenden Issa. 1862 erwarb Frankreich einen ersten Stützpunkt und schloss 1896 die Gebiete an der Afar- und Issaküste zur Kolonie Französisch-Somaliland zusammen. 1958 und 1967 sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung in Referenden für den Verbleib bei Frankreich aus. Erst 1977 wurde Djibouti in die Unabhängigkeit entlassen.
Die Regierung stellte die Bevölkerungsmehrheit der Issa, wodurch die bestehenden Spannungen zwischen den beiden Ethnien eskalierten und sich zu einem Bürgerkrieg ausweiteten. 1994 schloss die Regierung ein Friedensabkommen mit den in der Widerstandsbewegung FRUD organisierten Afar-Rebellen, die in der Folgezeit an der politischen Macht beteiligt wurden. Präsident wurde 1999 Ismail Omar Guelleh, den die Bevölkerung 2005 im Amt bestätigte. 2002 stationierte Deutschland Marineeinheiten in Djibouti, um sich im Rahmen der Operation Enduring Freedom am Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu beteiligen. Bei den Parlamentswahlen 2008 gewann das den Präsidenten stützende Parteienbündnis UMP alle 65 Parlamentssitze. Die Opposition boykottierte die Wahlen. Im selben Jahr verschärfte sich der seit langem virulente Grenzkonflikt mit Eritrea.
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