Lexikon
Dominikanische Republik
Diktatur und Demokratisierung
Ökonomisch geriet das Land zunehmend in Abhängigkeit von den USA, die 1905 erstmals intervenierten. 1916–1924 hielten sie die Dominikanische Republik besetzt. Es folgten drei Jahrzehnte Diktatur unter General Rafael Leónidas Trujillo y Molina (1930–1961). Seine Ermordung löste Unruhen und einen Bürgerkrieg aus, der durch Intervention der USA und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) 1966 beendete wurde.
Der konservative Politiker Joaquín Balaguer, Präsident 1966–1978 und 1986–1996, prägte die politische Entwicklung seit den 1960er Jahren. Er stützte sich vor allem auf die Armee und die Wirtschaft. Die Opposition wurde unterdrückt. Wahlbetrugsvorwürfe gegen Balaguer führten 1996 zu Neuwahlen, die Leonel Fernández Reyna vom sozialdemokratischen PLD gewann. Fernández bemühte sich in seiner Regierungszeit um ökonomische und soziale Reformen. Unter seinem Nachfolger Hipólito Mejía Domínguez (PRD) geriet das Land in eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise, die 2004 erneut Fernández Reyna ins Präsidentenamt brachte. Mit der Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens mit den USA setzte das Land seine Politik der handelspolitischen Öffnung fort. Bei den Parlamentswahlen 2006 und 2010 bestätigte die Bevölkerung den Kurs der Regierung. Die Präsidentenpartei PLD sicherte sich die absolute Mehrheit. Leonel Fernández Reyna wurde 2008 zum dritten Mal zum Staatschef gewählt. 2010 trat eine neue Verfassung in Kraft. 2012 gewann der PLD-Kandidat Danilo Medina Sánchez (* 1951) die Präsidentschaftswahlen.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Der Weg zur Unabhängigkeit
- Diktatur und Demokratisierung
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