Lexikon
Feuilleton
Publizistik
der kulturelle Teil einer Zeitung oder Wochenzeitschrift, in dem literarische, allgemein künstlerische, wissenschaftliche und kulturpolitische Themen behandelt werden, und zwar berichtend wie auch kritisch (Film-, Konzert- und Theaterkritik, Ausstellungsbesprechungen, Rezensionen von Buch- und Musikneuerscheinungen); umfasst auch den Fortsetzungsroman.
Als Beginn des Feuilletons werden die theaterkritischen Beilagen J. L. de Geoffroys im „Journal des Débats“ (ab 1800) angesehen. Vorläufer des Feuilletons in Deutschland sind die literaturkritischen Beiträge u. a. G. E. Lessings in der „Vossischen Zeitung“ (1751–1755), M. Claudius’ im „Wandsbecker Boten“ (1771ff.) oder H. von Kleists in den „Berliner Abendblättern“ (1810–1811). Das erste deutsche Feuilleton unter diesem Namen wurde 1831 vom „Nürnberger Correspondenten“ eingerichtet. Bedeutend für die Entwicklung des modernen Feuilletons als Ort zeit- und kulturkritischer sowie sprachvirtuoser Beiträge waren u. a. H. Heine, L. Börne, T. Fontane, A. Polgar, J. Roth, A. Kerr.
Wissenschaft
Jupiters heiße Brüder
Astronomen haben außerhalb des Sonnensystems Hunderte Riesenplaneten aufgespürt, die sehr nahe um ihre Heimatsterne kreisen. Wie sind sie dorthin gekommen? von THORSTEN DAMBECK Menschen mit Latein-Kenntnissen wissen: „Dimidium“ bedeutet die Hälfte. Seit einigen Jahren heißt so auch ein Planet, nämlich der 50,6 Lichtjahre...
Wissenschaft
Als dem Mond die Luft ausging
Als der Erdtrabant jung war, peitschten Stürme in einer heißen Atmosphäre über seine geschmolzene Oberfläche. von THORSTEN DAMBECK Die ersten Menschen auf den Mond mussten ihre Luft mitbringen: Neil Armstrong und Buzz Aldrin trugen im Juli 1969 Rucksäcke, die sie mit reinem Sauerstoff versorgten. Höchstens 6,5 Stunden hätten sie...