Lexikon
Genazịno
Wilhelm, deutscher Schriftsteller, * 22. 1. 1943 Mannheim; schrieb zunächst Hörspiele, später auch Romane und andere Prosa, in denen er detailgenau Gegebenheiten des Alltags schildert. In der »Abschaffel«-Trilogie (1977–1979) thematisiert er Selbstendfremdung, menschliches Scheitern und die Frage nach persönlicher Identität, zeigt durch grotesk-satirische Beschreibungen den Zusammenhang zwischen täglicher Banalität und Deformation der Persönlichkeit auf; Innenschauen seiner Protagonisten beleuchten, oft ironisch, gesellschaftliches Geschehen, u. a. in »Ein Regenschirm für diesen Tag (2001), »Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman (2003), »Das Glück in glücksfernen Zeiten« (2009). Die Werke der 1990er- Jahre tragen zum Teil autobiografische Züge (»Die Liebe zur Einfalt«, 1990); wandte sich in ab 2005 auch dem Theater zu, u. a »Lieber Gott, mach mich blind (UA 2005); erhielt 2004 den Georg-Büchner-Preis. Hörspiele: „Rede an die Senkrechtstarter“ 1971; „Eile des Todes“ 1988; „Achtung Baustelle“ 1998; Romane: „Die Ausschweifung“ 1981; „Der Fleck, die Jacke, der Schmerz“ 1989; „Die Kassiererinnen“ 1998, „Die Liebesblödigkeit“ 2005; „Das Glück in glücksfernen Zeiten“ 2009, „Wenn wir Tiere wären“ 2001, Stücke: „Der Hausschrat“ 2006, „Courasche oder Gott lass nach“ 2007; .
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