Lexikon
Israel
Küstenebene und Bergland
Die sandige Küste verläuft größtenteils geradlinig und schwingt nur bei Haifa in einer Bucht ins Landesinnere hinein. Hinter einem Dünenstreifen beginnt die flachwellige Küstenebene, die Hauptsiedlungszone, durchbrochen nur bei Haifa vom Horst des Karmelgebirges. Die Küstenebene ist im Süden bis zu 40 km breit, nach Norden wird sie immer schmaler. Das Gebiet neigt zur Versumpfung und wurde erst durch Entwässerung in Agrarland umgewandelt.
Das sich östlich anschließende, etwa 600–1000 m hohe Bergland bildet von Norden nach Süden die drei Landschaften Galiläa, Samaria und Judäa (die beiden letzteren im Westjordanland). Bruchlinien gliedern das Gebirge in Horste und Einbruchsbecken. Den größten Bruchgraben bildet die fruchtbare Ebene von Jesreel zwischen Galiläa und Samaria, die die Küste mit dem Jordantal verbindet. Im Westen ist dem Bergland ein niedriges Hügelland vorgelagert, nach Osten fällt das Gebirge in steilen Bruchstufen zum Jordangraben ab. Bis zur Trockenlegung des Küstensaumes war das Bergland der landwirtschaftliche Kernraum der Region. Ursprünglich von Wäldern bedeckt, wächst heute nur eine Macchie-Vegetation.
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