Lexikon

Jugoslwien

2. Weltkrieg

Bei Kriegsausbruch blieb Jugoslawien zunächst neutral. Die militärischen Erfolge der Deutschen und die „Neuordnung“ in Südosteuropa veranlassten die Regierung Cvetković aber 1941 zur Erklärung des Beitritts Jugoslawiens zum Dreimächtepakt. Cvetković wurde jedoch wenige Tage später durch den Militärputsch des Generals D. Simović abgesetzt; Prinz Paul wurde zum Rücktritt gezwungen, und Peter II. trat die Regierung an. Simović übernahm die oberste Gewalt und den Oberbefehl über die Armee. Die Sowjetunion schloss mit ihm einen Freundschafts- und Beistandspakt (1941).
Dreimächtepakt: Unterzeichnung
Unterzeichnung des Dreimächtepaktes
Am 29. September 1940 wird in Berlin von Deutschland, Italien und Japan der Dreimächtepakt unterzeichnet, der gegenseitige wirtschaftliche, politische und militärische Unterstützung für den Kriegsfall vorsieht und eine Gültigkeit von zehn Jahren haben soll. Das Bild zeigt den deutschen Außenminister J. von Ribbentrop (rechts), den japanischen Botschafter Saburo Kurusu (links sitzend), daneben Italiens Außenminister C. G. Ciano und Adolf Hitler.
Am 6. 4. 1941 marschierten deutsche und italienische Truppen in Jugoslawien ein; die Kapitulation Jugoslawiens erfolgte am 17. 4. 1941. Randgebiete wurden von den Achsenmächten und ihren Verbündeten annektiert, Kroatien und Montenegro für unabhängig erklärt, der Rest des Landes unter Militärverwaltung gestellt. König Peter bildete in London eine Exilregierung. Im Land formierte sich der Widerstand gegen die Besatzungsmächte in monarchistischen und kommunistischen Partisanenverbänden, die sich gleichzeitig gegenseitig bekämpften. Die kommunistische Partisanenarmee unter J. Tito hatte bereits 1944, vor dem Eintreffen der sowjetischen Armee, große Teile Jugoslawiens unter Kontrolle.
  1. Einleitung
  2. Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen
  3. Jugoslawien bis zum Beginn des 2. Weltkriegs
  4. 2. Weltkrieg
  5. Die Ära Tito
  6. Krise und Staatszerfall
  7. Bundesrepublik Jugoslawien und Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro
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