Lexikon
Kạnada
Land- und Forstwirtschaft
Obwohl nur 8% der Staatsfläche landwirtschaftlich genutzt werden, gehört das Land zu den größten Getreideexporteuren der Welt. Über 80% der Agrarfläche des Landes liegen in den Prärien östlich der Kordilleren. Dort werden neben Weizen, Hafer und Gerste auch Ölsaaten wie Raps und Leinsamen angebaut. Am Altantik wachsen Obst und Gemüsekulturen. Die Vieh- und Milchwirtschaft liefert etwa die Hälfte aller Agrarerträge. Die Betriebe sind in hohem Maße technisiert und mechanisiert. Während die Farmen in den Prärien im Durchschnitt über 300 ha erreichen, umfassen die Betriebe in Ostkanada weniger als 100 ha; dort sind viele Farmen in den letzten Jahren aufgegeben worden.
Die reichen Fischgründe des Pazifiks und des Atlantiks bilden die Grundlage der kanadischen Fischereiwirtschaft, die u. a. Lachs, Kabeljau, Hummer und Hering exportiert. Die Neufundlandbank gehört zu den ertragreichsten Fischgründen der Welt. Auch der Pelztierfang und die Pelztierzucht sind immer noch bedeutsam.
Dank der großen Waldflächen kommt der Forstwirtschaft eine wichtige Stellung zu. Kanada gehört zu den weltweit größten Produzenten von Holzschliff, Zellstoff, Papier und Pappe. Allerdings führt der Kahlschlag weiter Flächen regelmäßig zu Protesten von Umweltschützern. Zentrum der Holzwirtschaft ist die an den Pazifik angrenzende Provinz British Columbia.
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