Lexikon

Liturgie

Geschichte
in der Antike ursprünglich freiwillige, jedoch als moralische Pflicht empfundene finanzielle Leistung für das griechische Gemeinwesen, z. B. Ausrüstung und Unterhalt eines Kriegsschiffs (Trierarchie), Stellung und Einstudierung von Theaterchören (Choregie), Unterhalt eines Gymnasiums auf ein Jahr (Gymnasiarchie) u. a. Jeder vermögende Bürger, auch der niedergelassene Fremde (Metöke), meist wohlhabender Kaufmann, war von der Liturgie als einer Art Steuer betroffen. Die Liturgie war an sich eine notwendige Einrichtung, da die Staatseinkünfte (eine Einkommensteuer war weitgehend unbekannt) stets relativ gering waren. Besonders im ptolemäischen und römischen Ägypten Zwangsleistung, die, seitdem auch Staats- und Gemeindeämter zu Liturgien gemacht waren (1. Jahrhundert n. Chr.), zum wirtschaftlichen Ruin der vermögenden, gesellschaftlich und politisch führenden Schichten führte, die zugleich Träger der antiken Kultur waren. Den Liturgien entsprachen im Römischen Reich nach Art und Auswirkung die „munera“ (Aufgaben, Lasten).
Ernährung, Gesundheit
Wissenschaft

Streit um gesunde Ernährung

Fast täglich gibt es neue Meldungen, was gesund sein soll. Und viele Studien widersprechen sich. Woran liegt das? von CHRISTIAN WOLF Rotes Fleisch hat keinen guten Ruf. Wer übermäßig viel davon isst, erhöht damit angeblich massiv sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Auch der häufige Verzehr von verarbeitetem...

Foto vom unteren Rand des Freskos
Wissenschaft

Islamisches Zelt über christlichem Altar

In einer Kirche im italienischen Ferrara hat eine Historikerin ein einzigartiges Fresko aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Das Wandbild in der Apsis zeigt ein kunstvoll gefertigtes islamisches Zelt aus bunten Stoffen, das wahrscheinlich sowohl auf dem Fresko als auch in der Realität als Vorhang für den Hochaltar der christlichen...

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