Lexikon
Marais
Jean, eigentlich J. Marais-Villain, französischer Schauspieler, * 11. 12. 1913 Cherbourg, † 8. 11. 1998 Vallauris (Südfrankreich); kam 1933 zum Theater, bekannt vor allem durch seine Rollen in Filmen von J. Cocteau (z. B. „La belle et la bête“ 1946, „Orphée“ 1949); besonders erfolgreich in „Fantômas“ 1964 und weiteren Filmen um die gleichnamige Figur.
Marais, Jean
Jean Marais
© wissenmedia
- Deutscher Titel: Orphée
- Original-Titel: ORPHÉE
- Land: Frankreich
- Jahr: 1950
- Regie: Jean Cocteau
- Drehbuch: Jean Cocteau
- Kamera: Nicolas Hayer
- Schauspieler: Jean Marais, Marie Déa, Maria Casarès, François Périer
Basierend auf seinem gleichnamigen Einakter (1925) gestaltet Autor und Regisseur Jean Cocteau mit »Orphée« ein Filmwerk, das in intellektuellen Kreisen große Resonanz findet.
Cocteau verlegt die griechische Sage von Orpheus und Eurydike in das Paris der 50er Jahre: Der Dichter Orpheus (Jean Marais) lernt eine rätselhafte Prinzessin (Maria Casarès) kennen. Sie verliebt sich in ihn und lässt seine Frau Eurydike töten. Orpheus holt sie aus dem Totenreich zurück, doch als er sie ansieht, müssen sie sterben. Ihre Rettung ist die Todesprinzessin, die sich für das Paar opfert.
Inhaltlich und formal erinnert das Werk an Cocteaus ersten Film »Das Blut des Dichters«; mit »Orphée« perfektioniert der Regisseur seine Bildsprache. Bewusst sprengt er alle formalen Grenzen, um die Synthese aus Kunst, Literatur und Film zu schaffen. Der Streifen knüpft ein kunstvolles Netz aus poetischen Verweisen und mythologischen Anspielungen, das die Zuschauer in seinen Bann zieht.
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