Lexikon
Mọzart
Als freischaffender Komponist in Wien
Mozarts neue Unabhängigkeit korrespondierte mit seinen freimaurerischen Überzeugungen (1784 wurde er in die Loge „Zur Wohltätigkeit“ aufgenommen) und den Idealen der Aufklärung, die sich in den nächsten Jahren auch in zahlreichen Werken widerspiegelten. So tritt die „Entführung aus dem Serail“ (1782) für religiöse Toleranz ein, triumphiert in der „Hochzeit des Figaro“ (1786) der Herzensadel über den Geburtsadel und überwindet in der „Zauberflöte“ (1791) eine freimaurerische Gesinnung alle Schwierigkeiten. Daneben war Mozarts kompositorisches Schaffen in Wien eng mit seiner pianistischen Karriere verknüpft. Zur Bestreitung seines Lebensunterhalts gab er nicht nur Unterricht, sondern auch zahlreiche Konzerte, für die er zwischen 1782 und 1786 u. a. insgesamt 15 Klavierkonzerte schrieb. Künstlerisch prägte ihn in diesen Jahren vor allem J. Haydn, dem er seine Streichquartette Nr. 14–19 widmete. Außerdem schuf er sinfonische Meisterwerke wie die „Haffner-Sinfonie“ (1776), die „Prager Sinfonie“ (1786) und die „Jupitersinfonie“ (1788), die Serenade „Eine kleine Nachtmusik“ (1787) sowie Konzerte für Horn und Klarinette und das unvollendete „Requiem“ (1791). Trotz seines reichhaltigen Schaffens wurde Mozart in Wien nie die erhoffte künstlerische Anerkennung zuteil. Zwar wurde er 1787 zum königlichen Kammerkompositeur ernannt, die eigentliche musikalische Autorität am Hof blieb jedoch A. Salieri. Besondere Wertschätzung genoss er hingegen in Prag, wo 1787 und 1791 seine Opern „Don Giovanni“ und „Titus“ uraufgeführt wurden.
Im November 1791 erkrankte Mozart und starb zwei Wochen später. Seine Beisetzung erfolgte heimlich einen Tag nach seinem Tod in einem unbekannten Reihengrab. Spekulationen über seine angebliche Vergiftung tauchten bereits unmittelbar danach auf, sind bis heute jedoch unbewiesen.
- Einleitung
- Als Wunderkind auf Reisen
- Als freischaffender Komponist in Wien
- Faszination Mozart
- Mozart in unserer Zeit
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