Lexikon
neoafrikanische Literatur
Westafrika
In Westafrika dominierte bis ca. 1960 die von der Négritude beeinflusste frankophone neoafrikanische Literatur. Der Lyriker L. S. Senghor forderte das „Zurück zu den Quellen“, B. Diop, M. Beti, F. Oyono, C. Laye, O. Sembène schrieben Romane gegen den Kolonialismus, in Dakar und Abidjan entwickelte sich ein heldische Traditionen glorifizierendes Theater. Die anglophone neoafrikanische Literatur stellte nach dem magischen Erzähler A. Tutuola in den Romanen von C. Achebe, O. Nzekwu u. a. wie in den bürgerlichen Dramen von J. E. Henshaw, R. S. Easmon und E. T. Sutherland den Kulturkonflikt, dann die Selbstkritik in den Vordergrund. Der Nobelpreisträger W. Soyinka und J. P. Clark erörtern in aus Mythen geschöpften Dramen existenzielle Probleme. Großes Aufsehen erregte der Roman der Senegalesin M. Bâ, „Ein so langer Brief“ (1979, deutsch 1981), in dem der Freiheitskampf der afrikanischen Frauen geschildert wird. Die neoafrikanische Literatur portugiesischer Sprache, oft unterdrückt, ist Freiheitsdichtung.
Wissenschaft
Gefallen, gefunden, gedeutet
Meteoriten landen nicht nur auf der Erde – sondern manchmal auch im Museum. Wie werden sie gefunden und untersucht? Was verraten sie über den Ursprung des Sonnensystems? Text: KAI DÜRFELD – Fotos: ANTJE KRAEMER An jenem kalten Januarmorgen bot sich für den unbedarften Betrachter ein recht sonderbarer Anblick. Da liefen Männer und...
Wissenschaft
Ammoniak statt Wasserstoff?
Während für die Energiewende weiterhin große Hoffnungen auf Wasserstoff als Energieträger ruhen, rückt ein weiterer „Wundertreibstoff“ zunehmend in den Blick der Energiewirtschaft: Ammoniak. Diese chemische Verbindung aus einem Stickstoffatom und drei Wasserstoffatomen (kurz NH3), als Energieträger zu verwenden, ist keine ganz...