Lexikon

Niederlande

Der Kampf um Land

Über ein Viertel der Gesamtfläche liegt unter dem Meeresspiegel. Die Sanddünen entlang der Küste, die nicht ausreichend vor der Erosion durch Stürme, Gezeiten und wechselnde Strömungen geschützt sind, wurden durch Dämme oder Anpflanzung wurzelreicher Pflanzen verstärkt. Die landeinwärts, meist unterhalb des Meeresspiegels gelegenen Polder werden von einem Netzwerk aus Entwässerungskanälen, Gräben und Dämmen durchzogen. Der Wasserstand wurde früher mit Hilfe der Windmühlen geregelt, heute haben elektrische Pumpstationen diese Aufgabe übernommen.
Schon früh begann der Kampf der Niederländer mit dem bei Sturmfluten Tod bringenden Meer. Als im Mittelalter der Meeresspiegel dramatisch anstieg, dehnte sich das Flussmündungsgebiet der IJssel zur riesigen Bucht der Zuidersee aus. 1932 wurde durch die Fertigstellung eines 32 km langen Abschlussdeichs der südliche Teil der Zuidersee von der Nordsee abgetrennt. Der entstandene große Binnensee erhielt den Namen IJsselmeer und wurde in der Folgezeit teilweise durch die Anlage von Poldern trocken gelegt.
Nach der verheerenden Sturmflut 1953 wurde der Deltaplan ins Leben gerufen, demzufolge die meisten Flussmündungen und Meeresarme im Rhein-Maas-Schelde-Delta durch Dämme und Flutsperrwerke abgeriegelt wurden.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Der Kampf um Land
    2. Westwinde bestimmen das Klima
  3. Bevölkerung
    1. Randstad Holland
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Tulpen, Tomaten, Käse
    2. Industrie, Erdgas und Dienstleistungen
    3. Fahrräder und Europoort
  7. Geschichte
    1. Vor der Unabhängigkeit
    2. Freiheitskampf und Weg zur Monarchie
    3. Die Niederlande im 20. und 21. Jahrhundert
Manche Babys müssen direkt nach der Geburt auf eine pädiatrische Intensivstation verlegt werden.
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