Lexikon
Paul VI.
Papst 1963–1978, eigentlich Giovanni Battista Montini, * 26. 9. 1897 Concesio bei Brescia, † 6. 8. 1978 Castel Gandolfo; ab 1922 im päpstlichen Staatssekretariat tätig, enger Mitarbeiter Pius' XII.; 1954 Erzbischof von Mailand, 1958 Kardinal. Paul führte das 2. Vatikanische Konzil zu Ende und bemühte sich um behutsame Durchführung seiner Beschlüsse. Die päpstliche Autorität betonte er stark, gegenüber manchen neuen Strömungen in der katholischen Theologie verhielt er sich reserviert. In seinen Enzykliken suchte er die Stellung der katholischen Kirche in der heutigen Welt zu umreißen und mahnte zur Erhaltung des Friedens und zu sozialer Gerechtigkeit. Paul VI. war der erste Papst, der weltweite Auslandsreisen unternahm. Im ökumenischen Bereich intensivierte Paul vor allem die Kontakte zur Orthodoxie und zum Anglikanismus.
Paul VI. und Ramsey, Arthur Michael
A. M. Ramsey mit Papst Paul VI.
Erzbischof Arthur Michael Ramsey (rechts) bei einem Treffen mit Papst Paul VI. im Vatikan.
© Corbis/Bettmann/UPI
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