Lexikon
Reggae
[
ˈrɛgɛi
]Musik der farbigen Stadtbevölkerung Jamaikas, die sich in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre aus dem Ska entwickelte und von Musikrichtungen wie Soul, Rhythm & Blues und Jazz beeinflusst wurde. Elektrisch instrumentiert wie Rockbands, zeichnet sich der Reggae durch starke Betonung afroamerikanischer und karibischer musikalischer Elemente (Betonung der schwachen Taktteile) sowie durch die Wiederholung fast gleich bleibender Melodiephrasen aus. Die Texte des Reggae behandeln zumeist religiöse Themen, Konflikte mit den weißen Machthabern und die Sehnsucht nach der Urheimat Afrika. Bedeutendster Vertreter ist B. Marley, der den Reggae Anfang der 1970er Jahre auch in Europa und Amerika populär machte. Eng verknüpft mit dem Reggae ist die Religion der Rastafari. Eine eigene Form des Reggae entwickelte sich in Großbritannien mit Einflüssen von Punkrock, New Wave und Popmusik. Zu den bekanntesten Vertretern gehörten hier The Police und The Clash. Aus der Urform des Reggae entstanden Dub, Raggamuffin, Toasting, Dancehall-Reggae sowie Hip-Hop.
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