Lexikon

Religiọn

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lateinisch
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Vielfalt der Religionen

Religionen hat es zu jeder Zeit und in jedem Volk gegeben, angefangen bei Sippen- und Stammesreligionen der Vorgeschichte. Solche Religionen sind auch heute noch in Afrika, Asien und Südamerika verbreitet. Sie beschränken sich auf eine durch gemeinsame Abstammung, Kultur und Sprache definierte Gesellschaft und werden meist mündlich überliefert. Dort tritt der Mensch in magische Beziehungen zu seiner Umgebung. Dabei werden irrationale Kräfte in der Natur und in scheinbar leblosen Objekten beschworen, magisch behandelt und kultisch verehrt. Der Animalismus betrachtet Tiere als göttlich. Werden diesen sowie Pflanzen oder unbelebten Wesen Seelen zugesprochen, wird dies als Animismus bezeichnet. Von dort ist es nur ein kleiner Schritt zum Glauben an persönliche Götter und Geisteswesen (Theismus, Pantheismus), die verschiedene Aspekte des Lebens repräsentieren bzw. beeinflussen und dann in einem nächsten Schritt in Hierarchien eingebunden werden. Die meisten Religionen des Altertums kannten eine solche Götterwelt (Polytheismus).
Als älteste monotheistische Religion (Monotheismus) gilt das Judentum, das in dieser Form im 6. Jahrhundert v. Chr. im babylonischen Exil entstand. Während das Judentum ursprünglich nur mit dem Volk Israel verbunden war, entfällt bei den anderen Weltreligionen diese Einschränkung. Sie sind nicht nur – mit Ausnahme des Hinduismus, der sich im Wesentlichen auf Indien beschränkt – auf der ganzen Welt verbreitet, sondern beanspruchen auch als Universalreligion weltweite Geltung: Buddhismus, Christentum und Islam.
  1. Einleitung
  2. Geschichte des Religionsbegriffs
  3. Vielfalt der Religionen
  4. Religiöse Inhalte
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