Lexikon

Ritter

Mittelalter
bis ins 11. Jahrhundert der berittene und vollgerüstete Adlige, Freie bzw. Vasall (lateinisch miles), seit dem 12. Jahrhundert auch der in gleicher Weise Kriegsdienst leistende unfreie Dienstmann (Ministeriale). In der Stauferzeit entwickelte sich eine ritterliche Kultur (Minne, Turnier), deren literarisches Zeugnis die höfische Dichtung ist.
Ritter (14. Jahrhundert)
Ritter (14. Jahrhundert)
Heinrich II. von Frauenberg im ritterlichen Zweikampf, Manessische Liederhandschrift Heidelberg, Universitätsbibliothek.
Die Ritterwürde wurde nach einer Knappenzeit durch die Schwertleite (seit dem 13. Jahrhundert Ritterschlag) verliehen. Sie konnte von jedem Angehörigen des hohen oder niederen Adels erworben werden, der ritterlich lebte und zu Pferde Kriegsdienst leistete. Seit dem 12. Jahrhundert, endgültig seit Mitte des 13. Jahrhunderts schloss sich das Rittertum ständisch ab; der Ritter musste nun die Ritterbürtigkeit, d. h. die Abstammung von ritterlichen Ahnen nachweisen. Seit dem Spätmittelalter verstand man unter Rittern die Angehörigen des niederen Adels (im Gegensatz zu den Fürsten, Grafen und Herren), die als Reichsritterschaft bzw. Ritterschaft eines Territoriums einen erblichen Stand bildeten.
Perseverance, Mars
Wissenschaft

Auf der Suche nach Lebensspuren

Die NASA-Rover Perseverance und Curiosity fahnden auf dem Mars nach organischen Molekülen. Jetzt sind sie in den Sedimenten zweier Urzeit-Seen fündig geworden. von THORSTEN DAMBECK Falls jemand in ferner Zukunft eine Wanderung auf dem Mars beabsichtigen sollte, hätte Sebastian Walter von der Freien Universität Berlin eine...

Galaxienhaufen, Abell 370
Wissenschaft

Das Standardmodell

Idealerweise genügen sechs Parameter, um die Entwicklung des Universums zu beschreiben. Vielleicht ist das zu schön, um wahr zu sein? von RÜDIGER VAAS Das Universum ist kein Forschungsgegenstand wie jeder andere. Denn wir können es nicht als Ganzes und von außen betrachten. Wir sind mittendrin und sehen nur einen räumlich wie...

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