Lexikon
Romạntik
Bildende Kunst
Romantik (Kunst) (Kulturtabelle).sgm
| Künstler | Werke |
| Francisco José de Goya (1746–1828) | Saturn verschlingt eines seiner Kinder (1819–1823); Die Erschießung der Aufständischen am 3. Mai 1808 in Madrid (1814); Hexensabbat |
| William Blake (1757–1827) | Buchillustrationen; Der Simonie-Papst (1824–1827); Paolo und Rancesco im Wirbelwind der Liebenden (1824–1827) |
| Caspar David Friedrich (1774–1840) | Der Wanderer über dem Nebelmeer (1818); Die gescheiterte Hoffnung im Eismeer (1821) |
| William Turner (1775–1851) | Regen, Dampf und Geschwindigkeit (1844) |
| John Constable (1776–1837) | Der Heuwagen (1821); Stonehenge (1836) |
| Philipp Otto Runge (1777–1810) | Die Hülsenbeck’schen Kinder (1805/06); Der Morgen (1808/09) |
| Jean Auguste Dominique Ingres (1780–1867) | Das türkische Bad (1862) |
| Théodore Géricault (1791–1824) | Das Floß der Medusa (1819) |
| Eugène Delacroix (1798–1863) | Die Frauen von Algier in ihrem Gemach (1834) |
Die deutsche Malerei der Romantik fasst die Natur als Spiegel subjektiven Erlebens auf und bevorzugt als erhabenes Motiv die Landschaft. Die im Gegensatz zu den zeitlosen klassischen „heroischen Landschaften“ jahreszeitlich gebundenen Bilder von C. D. Friedrich und C. G. Carus sind Metaphern der Geschichtlichkeit des menschlichen Geistes; in den Werken P. O. Runges wird das Licht der Tageszeiten zum Ausdrucksmittel der Beseelung der Natur durch die Kunst. Die romantischen Landschaftsbilder sind nicht mehr aus Requisiten komponiert, sie weisen durch ihre Ausschnitthaftigkeit auf das Unbegrenzte des Universums hin, der Betrachter wird in die dargestellte Stimmung einbezogen. Weitgehend frei von den bei Friedrich, Carus und Runge zu bemerkenden allegorisierenden Tendenzen sind die atmosphärischen Landschaften des zum Friedrichkreis gehörenden Norwegers J. C. C. Dahl und des Heidelbergers K. Rottmann.
Die Nazarener stellten mit ihren Historienbildern die kirchliche Tradition in Gegensatz zum Subjektivismus der norddeutschen Landschaftsmalerei. Schon früh zeigte sich – gefördert durch die Illustration der romantischen Märchensammlungen – eine Neigung zur Flucht in die Idylle. Das „Altdeutsche“ wird zum Symbol des Künstlertraums von einer guten alten Zeit. Die beschaulichen Holzschnitte L. Richters und die Märchenbilder M. von Schwinds führen bereits in die friedliebende kleinbürgerliche Welt der Biedermeierzeit.
Die in der romantischen Malerei vollzogene Abkehr von klassischen Harmoniegesetzen tritt auch in der Architektur in Erscheinung. Während die bedeutenden klassizistischen Bauwerke entstanden, begann bereits – von England ausgehend – eine Wiederaufnahme gotischer Formen; die Neugotik bestimmte kirchliche und profane Bauten.
Außerhalb Deutschlands finden sich romantische Wesenszüge vor allem in England, von dem die Bewegung ausging. J. Constable und W. Turner malten das atmosphärische Erscheinungsbild der Natur. Beide gelten als Vorläufer der Impressionisten. In W. Blake, der an die Tradition der englischen Buchmalerei des Mittelalters anknüpfte, kulminierte die romantische Verbindung von restaurativen Tendenzen, literarisch-gedanklicher Ausrichtung und religiöser Mystik. So wurde er zu einem Vorläufer der Präraffaeliten, die ihrerseits wiederum von den Nazarenern ausgingen. In den romanischen Ländern blieben die klassizistischen Strömungen vorherrschend. E. Delacroix, der Hauptvertreter der romantischen Malerei in Frankreich, nahm in seinen historischen und exotischen Motiven mit skizzenhafter Pinselhandschrift den unvermischten Farbauftrag der Impressionisten vorweg, die sich aber entwicklungsgeschichtlich nicht an ihn, sondern an die intime Landschaftskunst der Schule von Barbizon (C. Corot, C. Daubigny, T. Rousseau) anschlossen.
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