Lexikon
Romạntik
Musik
Romantik (Musik) (Kulturtabelle).sgm
| Komponisten | Werke |
| Carl Maria von Weber (1786-1826) | Der Freischütz (1821) |
| Gioacchino A. Rossini (1792-1868) | Die Italienerin in Algier (1813); Der Barbier von Sevilla (1816) |
| Franz Schubert (1797-1828) | Lieder: Erlkönig (1815); Winterreise (1827); Sinfonie: Die Unvollendete (1822) |
| Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) | Sommernachtstraum-Ouvertüre (1826/1842); Hebriden-Ouvertüre (1832) |
| Frédéric Chopin (1810-1849) | Klavierkonzerte; Klavierstücke („Trauermarsch“) |
| Robert Schumann (1810-1856) | Lieder: Dichterliebe (1840); Frauenliebe und -leben (1840); Klavierstücke: „Kinderszenen“ (1838) |
| Franz von Liszt (1811-1886) | Sinfonische Dichtungen (Les Préludes, 1854); Klavierstücke |
| Giuseppe Verdi (1813-1901) | Nabucco (1942); Rigoletto (1851); La Traviata (1853); Othello (1887) |
| Richard Wagner (1813-1883) | Der fliegende Holländer (1843); Tannhäuser (1845); Lohengrin (1850) |
| Charles Gounod (1818-1893) | Margarethe/Faust (1859) |
| Bedřich (Friedrich) Smetana (1824-1884) | Die verkaufte Braut (1866); Mein Vaterland (1872-1879) |
| Anton Bruckner (1824-1896) | 10 Sinfonien, 3 Messen, Chorwerke |
| Johannes Brahms (1833-1897) | 4 Sinfonien, Lieder; Klavierkonzerte |
| Camille Saint-Saëns (1835-1821) | Samson und Dalila (1877); 5 Sinfonien, sinfonische Dichtungen: „Danse macabre“ (1874) |
| Georges Bizet (1838-1875) | Carmen (1875) |
| Pjotr I. Tschaikowskij (1840-1893) | Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll (1875); Opern, Sinfonien; Ballette: Schwanensee (1877) |
| Edvard Grieg (1843-1907) | Klavierkonzert (1868); Peer-Gynt-Suite (1875) |
Bestimmend sind im Einzelnen besonders die Vorliebe zu kleinen Formen auf der einen Seite, pathetische Theatralik mit ihrer Ausuferung der Mittel auf der anderen Seite. Die häufig durchkomponierten Liedvertonungen von F. Schubert, R. Schumann, J. Brahms und H. Wolf, ein wesentlicher und spezifisch deutscher Beitrag der romantischen Musik im allgemeinen Sinn, weisen der Gattung neue Wege. Neu ist auch das lyrische Stück für Klavier (E. Grieg, R. Schumann) und das Lied ohne Worte (F. Mendelssohn-Bartholdy). Schon in diesen kleinen Formen fällt die Erweiterung des Ausdrucksbereichs auf (etwa durch Bevorzugung entfernter Tonarten), die Großformen erfahren einen gewaltigen Zuwachs der Dimension, der in der Sinfonik von J. Brahms, A. Bruckner, A. Dvořák, P. I. Tschaikowskij und G. Mahler gipfelt. Die erste romantische – vom Komponisten ausdrücklich als solche bezeichnete – Oper ist „Der Freischütz“ von C. M. von Weber (1821). Ein Höhepunkt ist die Erneuerung der Idee des Gesamtkunstwerkes durch R. Wagner, ebenso die französische große Oper und G. Verdis Schaffen. Neu ist die Ausschöpfung der Möglichkeiten einzelner Instrumente besonders durch das neu entstandene Virtuosentum (Geige durch N. Paganini, Klavier durch F. Chopin und F. Liszt). Spezifisch für das 19. Jahrhundert ist ferner die literarisierende Form der Programmmusik.
Die historisierende Richtung der literarischen Romantik führte auf musikalischem Gebiet zur Wiederentdeckung des Werks von J. S. Bach (durch Mendelssohn-Bartholdy) sowie zu einer Wiederbelebung der Polyphonie (Caecilianismus, M. Reger). Die Besinnung auf das nationale Erbe rief in vielen Ländern die sog. Nationalromantik ins Leben (Russland: M. Glinka, A. Borodin, M. Balakirew, M. Mussorgskij und N. Rimskij-Korsakow; Skandinavien: E. Grieg, N. W. Gade; England: E. Elgar; Frankreich: C. Gounod, G. Meyerbeer, C. Franck, C. Saint-Saëns).
Kennzeichnend ist schließlich die allmähliche Trennung einer eigenständigen Unterhaltungsmusik (Salonmusik, Modetänze, Operette) von der immer schwierigeren Kunstmusik sowie die Ausbreitung des Laienmusizierens, z. B. in der Hausmusik und im Chorwesen.
Das Ende der Romantik in der Musik ist ebenso problematisch wie der Begriff selber. Z. T. spricht man, in der Terminologie der Zeit, schon ab 1890 von einer „Moderne“. Gewöhnlich wird das Ende der Periode mit dem Beginn der Atonalität um 1910 gleichgesetzt, wobei viele ihrer Tendenzen weit in die Musik des 20. Jahrhunderts hineinreichen (als sog. „Spätromantik“).
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