Lexikon
Romạntik
Europäische Romantik
Die Romantik hatte gleichzeitige Entsprechungen in ganz Europa. In den osteuropäischen Ländern rief das erwachte Nationalbewusstsein das Entstehen der einzelnen Nationalliteraturen hervor. Bedeutsam für
Russland
(A. S. Puschkin, M. J. Lermontow) wurde die deutsche und englische Romantik. Italien
orientierte sich an Deutschland und Frankreich; Ausdruck fanden das Streben nach politischer Unabhängigkeit und das „Werthergefühl“ (U. Foscolo, A. Manzoni, G. Leopardi). Auf der Grundlage von J.-J. Rousseaus individueller Seelenkultur wurde in Frankreich
F. R. Chateaubriand dichterisches Vorbild mit Wirkung auf die französische Lyrik und Lord Byron. Neben A. de Vigny, dem an Lord Byron orientierten A. de Musset, A. de Lamartine, G. Sand, dem auf den Symbolismus weisenden C. Nodier u. a. war V. Hugo die hervorragendste Gestalt; er führte die historische Erzählung zur Vollendung und schuf mit dem Vorwort zu „Cromwell“ 1827 das romantische Manifest. Humanitär und sozialkritisch war die Haltung der Romantik in England
. Vom Sturm und Drang ausgehend, folgte sie der natürlichen Inspiration des Genies. Theoretiker war W. Godwin; W. Blake und der volkstümliche R. Burns schlugen eine Brücke von der Aufklärung her. T. Carlyle brachte Goethe und die deutsche Romantik der englischen Romantik nahe. Die spezifisch englische Romantik verkörpern u. a. W. Wordsworth, S. T. Coleridge, Sir W. Scott, P. B. Shelley, Lord Byron und J. Keats.
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