Lexikon
Russland
Land- und Forstwirtschaft
Nur etwa 12% der riesigen Landfläche werden landwirtschaftlich genutzt, etwa zwei Drittel ackerbaulich. Besonders erfolgreich wirtschaften kleinere private Höfe, während die Großbetriebe unter einem veralteten Maschinenpark und mangelhafter Lagerhaltung leiden. Russland ist noch immer auf hohe Nahrungsmitteleinfuhren angewiesen.
Wichtigstes Anbaugebiet ist die Schwarzerdezone, die das nördliche Kaukasusvorland und das mittlere Wolgagebiet umfasst und sich bis nach Nowosibirsk in Mittelsibirien fortsetzt. Dort werden überwiegend Weizen, Gerste und Mais, Futtermittel und Zuckerrüben, aber auch Sonnenblumen, Baumwolle, Obst und Gemüse angebaut. Höhere Erträge erbringt heute die Viehzucht, die sich auf die Haltung von Rindern und Schweinen konzentriert. In Trockengebieten und im Gebirge werden Schafe gehalten; im hohen Norden existiert die Rentierzucht als Sonderform.
Für die Holzwirtschaft bilden die Wälder der Taiga ein unerschöpfliches Reservoir. Rund 45% der Gesamtfläche des Landes werden von Wald, vorwiegend Nadelwald, bedeckt. Holz wird vor allem im europäischen Teil, im Ural und zunehmend in Westsibirien geschlagen. Gemessen am Nutzholzeinschlag liegt Russland auf Platz drei hinter den USA und Kanada.
Von wirtschaftlicher Bedeutung ist die Hochseefischerei, vor allem im Pazifischen Ozean. In der Binnenfischerei hat die Kaviargewinnung an der Wolga und am Kaspischen Meer große Bedeutung.
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