Lexikon
Russland
Wirtschaft und Verkehr
Russland hatte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von einem Agrarland zum zweitgrößten Industriestaat der Erde entwickelt. Die Entwicklung nahm ihren Ausgang mit der sozialistischen Oktoberrevolution, die eine Bodenreform und die Einrichtung von Kollektivbetrieben (Kolchosen, Sowchosen) sowie die Verstaatlichung von Industriebetrieben mit sich brachte. Die schlechte Wirtschaftslage Ende der 1980er Jahre führte zu ersten Umstrukturierungsmaßnahmen. Der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war zunächst mit einer deutlichen Verschlechterung der Wirtschaftslage (Produktionsrückgang, Versorgungsengpässe, hohe Inflation und Auslandsverschuldung) verbunden. Der Außenhandel mit den Nachbarstaaten litt unter dem Zerfall der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken. Vor allem große Industriekomplexe und staatliche Großbetriebe in der Landwirtschaft wurden nur schleppend privatisiert, so dass erst seit 1999 ein positives Wirtschaftswachstum zu verzeichnen ist. Dennoch sind in relativ kurzer Zeit große, teils von „Oligarchen“, teils staatlich geführte Wirtschafts- und Finanzkonglomerate entstanden.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
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