Lexikon

Sudan

Baumwolle und Gummiarabikum

Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. In den südlichen Savannengebieten dominiert der Regenfeldbau. Angepflanzt werden in erster Linie Hirse, Sesam, Weizen und Erdnüsse. Der Bewässerungsfeldbau konzentriert sich vor allem auf die Flusstäler des Nil. Zentrum des Baumwollanbaus ist die Gesira, das Zweistromland zwischen den Unterläufen des Weißen und Blauen Nil. Der Sudan ist nach Ägypten der wichtigste afrikanische Exporteur für hochwertige langfaserige Baumwolle. Schwerpunkte der meist nomadisch betriebenen Viehwirtschaft mit Rindern, Schafen, Ziegen und Kamelen sind die Savannenlandschaften des Westens und der Zentralregion. In den Provinzen Kordofan und Darfur wird aus der Rinde bestimmter Akazienarten Gummiarabikum gewonnen, ein natürliches Klebe- und Bindemittel, von dem der Sudan mehr als 80% der Weltproduktion liefert.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Lebensader Nil
    2. Extremes Klima
  3. Bevölkerung
    1. Ungleiche Bevölkerungsverteilung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Baumwolle und Gummiarabikum
    2. Reiche Bodenschätze – knappe Devisen
    3. Unzureichende Verkehrserschließung
  7. Geschichte
    1. Frühe Reiche
    2. Ägyptisch-britische Herrschaft
    3. Unabhängigkeit und Bürgerkriege
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