Lexikon

waschaktive Substanzen

grenzflächenaktive Substanzen; Detergentien; Netzmittel; Tenside
Seifenmoleküle
Seifenmoleküle
Seifenmoleküle besitzen ein hydrophobes (Wasser abstoßendes und Fett liebendes) Kohlenwasserstoffende und eine hydrophile (Fett abstoßende und Wasser liebende), negativ geladene Carboxylgruppe am anderen Ende. Die meist fetthaltigen Schmutzteilchen werden in wässrigen Lösungen von den zahlreichen Seifenmolekülen umgeben, die sich mit ihrem Kohlenstoffende an die Schmutzteilchen anlagern, während die Carboxylenden mit dem Wasserstoff eine Bindung eingehen.
organisch-chemische Verbindungen, die die Grenzflächenspannung wässriger Lösungen herabsetzen und deshalb als Bestandteil von Wasch- und Reinigungsmitteln, als Emulgatoren, Textilhilfsmittel und dgl. große technische Bedeutung haben. Die Moleküle der waschaktiven Substanzen enthalten hydrophile (von Wassermolekülen angezogene) und hydrophobe (keine Anziehungskräfte auf Wassermoleküle ausübende) Teile. Man unterscheidet anionaktive (Seife, Sulfonate, Schwefelsäurehalbester), kationaktive (Amine, deren Salze und quartäre Ammoniumverbindungen) und nichtionische (Polyether, Polyalkohole) waschaktive Substanzen. Die Wasch- und Reinigungsmittel des Haushalts sind meist anionaktiv. Einige kationaktive waschaktive Substanzen werden als Desinfektionsmittel verwendet (z. B. Zephirol).
Wissenschaft

Dem Ursprung des Erdwassers auf der Spur

Das Markenzeichen des blauen Planeten im Visier: Eine Studie beleuchtet, wie die Himmelskörper entstanden sein könnten, die der jungen Erde einen beträchtlichen Teil ihres Wassers geliefert haben. Aus Modellen auf der Basis von Merkmalen bestimmter Meteorite geht hervor, dass verzögert entstandene Planetesimale das Reservoir für...

Candida auris
Wissenschaft

Neuer Wirkstoff gegen multiresistente Pilze

Infektionen mit multiresistenten Pilzen sind eine zunehmende Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Nun haben Forschende einen bakteriellen Wirkstoff entdeckt, der womöglich Abhilfe schaffen könnte: Die Substanz namens Mandimycin greift die Membran der Pilzzellen mit einem zuvor unbekannten Mechanismus an und umgeht dadurch...

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