Lexikon

Wclif

Wyclif
John, englischer Kirchenreformer, * um 1320,  31. 12. 1384 Lutterworth; Professor in Oxford, seit 1374 Pfarrer in Lutterworth. Wiclif entwickelte in zahlreichen Schriften und Predigten seine Lehren von Prädestination, Armutsideal, Demut, Gottes- und Nächstenliebe. Die Bibel war ihm die einzige Glaubensquelle; Papsttum, Mönchtum, Hierarchie, Güterbesitz der Kirche, Ohrenbeichte und Zölibat lehnte er ab; die kirchliche Lehre über Messopfer, Sakramente, Heiligen- und Reliquienverehrung verwarf er. Wiclif begann eine Bibelübersetzung ins Englische. Seine Ideen lebten in den Kreisen der Lollarden fort. Nach Niederwerfung des Bauernaufstands von 1381 unternahmen englische Bischöfe energische Schritte zur Eindämmung der kirchen- und sozialkritischen Bewegung. Doch konnte auch die nach dem Tod Wiclifs einsetzende blutige Verfolgung die Lollarden nicht vollständig unterdrücken. Wiclifs Lehren wurden von J. Hus übernommen und vom Konzil zu Konstanz 1415 verurteilt.
Wiclif, John
John Wiclif
Wiclif kritisiert Kirche
Wiclif kritisiert Kirche
John Wiclif zog sich mit einer 1380 erschienen Schrift den Missmut des Papsttums zu. Seine Ideen beeinflussen maßgeblich die Kirchenreform:

"Wenn der Papst in Lehre und Leben Christo entgegen ist, so ist er der vornehmste Feind Christi ... und der hauptsächliche Antichrist.
Wenn wir hinsehen auf die Schriften der Apostel ... und auf die päpstlichen Schriftstücke, dann können wir ersehen, wie wenig sie in ihrem Inhalt übereinstimmen; denn die päpstlichen sprechen von Macht in der Welt, die evangelischen von demütige Flucht aus der Welt."
Apostelgeschichte (Handschrift)
Apostelgeschichte
Beginn der Apostelgeschichte: Seite aus einer Handschrift der Bibelübersetzung von John Wiclif
Als das ferne Kuipergürtel-Objekt Quaoar einen Hintergrundstern passierte, wurde dessen Licht von Ringmaterie absorbiert, die den Zwergplaneten in einer Distanz von 6,4 Quaoar-Radien umkreist. Doppelt so weit entfernt ist der 80 Kilometer große Mond Weywot (links unten). Der helle Stern oben ist unsere Sonne. ©Illustration: ESA/ATG
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