Lexikon
Johannịterorden
Johanniter; Malteser-; Hospitaliter-; Rhodiser-Ordengeistlicher Ritterorden, entstanden aus einem um die Mitte des 11. Jahrhunderts von Kaufleuten aus Amalfi gestifteten Spital in Jerusalem zur Pilgerbetreuung und Krankenpflege. Gerard, vermutlich ein Provençale, rief einen 1113 von Papst Paschalis II. bestätigten Orden ins Leben.
Unter Gerards Nachfolger Raimond de Puy (1118–1160) wandelte sich die Gemeinschaft in einen Ritterorden um, der von einem Großmeister geleitet wurde. Die Ritter trugen schwarze Mäntel mit weißem Kreuz. Ordenssitze waren nach dem Fall Jerusalems (1187) u. a. Akko, Zypern und Rhodos; bis 1798 lag der Hauptsitz auf Malta. Nach dem Verlust Maltas lebte der Orden, manchmal in geänderter Form, in einigen Ländern weiter und wurde im 19. Jahrhundert reorganisiert (neuer Sitz des Großmeisters: Rom). In Deutschland bestehen ein evangelischer Zweig des Johanniterordens (Preußischer Johanniterorden) und ein katholischer, Malteserorden genannt, der sich wie jener vornehmlich karitativen Zwecken widmet.
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