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Ruhe und Abgeschiedenheit - Urlaub in der Natur

Ob junge Familie, Workaholic oder Rentner – ein Urlaub in der ruhigen Natur reizt viele Menschen. Sie suchen Abgeschiedenheit, wollen Zeit für sich und der Hektik des Alltags für eine Weile entfliehen. Deshalb nehmen immer mehr Menschen Abstand von klassischen Club-Urlauben in überfüllten Hotels auf Mittelmeerinseln und reisen stattdessen in Wälder und auf kaum bewohnte Inseln. Woran beim Urlaub in der Natur zu achten ist, erläutert folgender Beitrag.

Planung ist das A und O

Wer in den Urlaub fährt, muss vorab einige Dinge planen. Diese Planung ist beim Natururlaub mehr denn je notwendig. Den Urlaubern ist dabei vor allem wichtig, in ruhiger Umgebung und fernab von anderen Menschen zu sein. Nicht zuletzt deshalb gehört die Wahl der Destination und einer passenden Unterkunft ganz oben auf die To-do-Liste.

Wo soll die Reise hingehen?

Das Ziel festzulegen ist der erste Schritt der Reiseplanung. Für einen Urlaub in der Natur bieten sich einerseits die deutschen Gebirge an. Wer lieber ins Ausland reisen möchte, sollte sich die skandinavischen Länder genauer ansehen. Ob Dänemark, Schweden oder Norwegen ist dabei egal. Alle Länder bieten einmalige Wälder und malerische Landschaften, die zur Entspannung einladen. Egal, wohin es geht: In jedem Fall sind die Reisewarnungen für das Zielland, hier exemplarisch für Dänemark, zu beachten. Dann steht dem Urlaub in der abgelegenen Natur nichts im Weg.

Die richtige Unterkunft auswählen

Wer Ruhe sucht, ist grundsätzlich in einem Hotel nicht gut aufgehoben. Dort gibt es viel Trubel, viele andere Touristen und oft ein prall gefülltes Programm. Zudem sind Hotels in den ruhigeren Gegenden Mangelware. Viele Natururlauber campen daher im Zelt oder Wohnmobil, doch das ist nicht für jeden das Richtige. Deshalb gibt es gerade in ruhigen Wäldern Cottages und Ferienhäuser für Touristen. Sie bieten mehr Komfort als Camping und zudem Platz für die ganze Familie. Nachbarn sind selten, sodass der Urlaub im Einklang mit der Natur sofort starten kann.

An- und Abreise planen

Bei der Planung ist es wichtig, die Hin- und Rückfahrt vorab zu klären. Je nach Reiseziel bieten sich unterschiedliche Mittel an, um entspannt anzureisen. Dänemark ist beispielsweise über die A7 mit dem Auto oder Wohnmobil problemlos zu erreichen. Urlauber, die nach Schweden möchten, müssen die auf die Fähre ab Travemünde oder das Flugzeug zurückgreifen. Grundsätzlich gilt, dass eine Anreise mit dem eigenen (oder einem gemieteten) PKW besonders entspannt ist. Die Urlauber sind in diesem Fall flexibel und können entspannt in den Urlaub fahren.

Die Regeln der Natur beachten

In der Natur gelten einige Regeln, die Urlauber beachten sollen. Grundsätzlich ist kein Müll zu hinterlassen. In Wäldern leben Tiere, die sich an Plastik- oder Metallverpackungen verletzen können. Auch ist es essenziell, keine Pflanzen oder Tiere mutwillig zu verletzen. Dazu gehört, keine Äste oder Blätter von Bäumen abzureißen. Für Feuerholz verwenden Urlauber ausschließlich lose Äste, die sie auf dem Boden finden. Menschen sehen sich als Gast im Wald und benehmen sich auch so.

In skandinavischen Ländern ist es zudem ratsam, sich über die Jagdsaison zu informieren. In Schweden ist beispielsweise die Elchjagd ein jährliches Ereignis, das mit großen Sicherheitsrisiken für Touristen einhergeht. Ein Ausflug in den Wald ohne Warnweste ist zu dieser Zeit undenkbar! Auch in anderen skandinavischen Ländern gibt es eine Jagdsaison, zu der große Vorsicht geboten ist.

Offenes Feuer ist im Wald grundsätzlich zu vermeiden. Nicht nur in den letzten Jahren ist die Waldbrandgefahr in europäischen Ländern immens gestiegen, sodass Feuer im Wald sich rasend schnell ausbreiten können. Von akuten Waldbränden sind zuletzt vorrangig südeuropäische Länder wie Spanien oder Portugal betroffen gewesen. In Skandinavien steigt aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse die Waldbrandgefahr ebenfalls stetig. Heiße Sommer mit wenig Niederschlag sind perfekte Bedingungen, damit sich Brände rasend schnell ausbreiten können.

Eine japanische Tradition: das Waldbaden

Ein besonderer Ausflug während eines Urlaubs in der Natur ist das sogenannte Waldbaden. Es folgt einer japanischen Tradition: Ausflüge in den Wald gehören laut japanischen Wissenschaftlern zu einem gesunden Lebensstil. Diverse Studien haben dafür gesorgt, dass das „Shinrinyoku“ zu einer anerkannten Stress-Management-Methode wurde. Das Waldbaden soll dabei ähnliche Wirkungen erzielen wie eine Aromatherapie. Stress wird reduziert und die Entspannung gefördert. Die Bäume, die den Waldbadenden umgeben, sondern ätherische Öle ab, die der Wanderer einatmet. Die Wirkung entfaltet sich allerdings erst bei einem längeren Aufenthalt im Wald. Laut verschiedenen japanischen Forschern soll das Waldbaden bei folgenden Erkrankungen hilfreich sein:

  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Panikattacken

Es ist übrigens nicht notwendig, sich körperlich zu betätigen. Ein leichter Spaziergang durch den Wald genügt, um die stresslindernde Wirkung der Bäume zu erfahren. Wichtig ist, die Natur um sich herum bewusst wahrzunehmen und sich emotional fallen zu lassen. Dann kann das Waldbaden eine nahezu therapeutische Wirkung entfalten und dem Touristen dabei helfen, den Alltag zu vergessen.

Sport ist auch beim Urlaub in der Natur möglich

Viele Urlauber setzen auf körperliche Betätigung. Sie gehen bereits daheim regelmäßig ins Fitnessstudio, zum Tennis oder ins Schwimmbad. Daher darf der Sport auch im Urlaub nicht zu kurz kommen. Natürlich ist Sport in einer ruhigen Umgebung möglich und sogar gewünscht. Lediglich die Möglichkeiten der Sportarten sind etwas begrenzter. Wer nicht allein verreist, ist etwas flexibler und kann auf Feldern und im Garten des Ferienhauses durchaus Badminton oder Tennis spielen – allerdings ohne Netz. Ansonsten gehen Aktivurlauber Joggen, erkunden die Umgebung mit dem Mountainbike oder suchen sich einen ruhigen See, um einige Bahnen zu ziehen. Auch Bootstouren mit dem Kanu oder Kajak sind im Natururlaub möglich. Grundsätzlich gelten zwei Regeln beim Sport im ruhigen Urlaub:

  1. Keine extrem lauten Sportarten, die andere Menschen oder Tiere aufscheuchen könnten. Dazu gehören beispielsweise alle Sportarten, bei denen geschossen wird.
  2. Keine Tiere verletzen und die Natur schonen. Vor allem Radfahrer müssen im Wald gut aufpassen, um keine unangenehmen Spuren zu hinterlassen. Für Jogger ist es ratsam, ausschließlich auf befestigten Wegen unterwegs zu sein.

Bei Reisen, die mit dem Auto angetreten werden, spricht nichts dagegen, das Fahrrad oder Kanu mitzunehmen. So können Urlauber auch in der schönsten Zeit des Jahres ihrem Lieblingssport nachgehen.

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