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Uni oder Lehre?

Immer mehr Schulabgänger entscheiden sich für ein Studium

Die Aufnahmeverfahren für die Unis laufen zurzeit auf Hochtouren: Wer zum Wintersemester 2014 ein Studium beginnen möchte, sollte spätestens jetzt aktiv werden, an einigen Universitäten sind begehrte Studiengänge bereits voll. Ein Grund dafür: Die Anzahl derjenigen, die studieren wollen, steigt weiter an. Inzwischen beginnen sogar mehr Jugendliche ein Universitätsstudium als eine Berufsausbildung, wie der aktuelle Bildungsbericht zeigt.

Bildung
Nach der Schule stellt sich die Frage: Was nun – Studium oder Lehre?

Der Druck erhöht sich immer mehr: Wer etwas werden will, muss heute mindestens einen Realschulabschluss besitzen, am besten aber Abitur. Nur dann besteht die Chance auf einen Ausbildungsplatz oder ein Studium. Vor allem letzteres gilt noch immer als Tor zu gut dotierten und vergleichsweise sicheren Jobs. Allerdings: Das ändert sich zusehends, wie auch der Bildungsbericht 2014 zeigt. Für diesen Bericht prüft alle zwei Jahre eine zehnköpfige Expertenkommission im Auftrag der Bundesregierung und der Kultusminister der Länder den Zustand des deutschen Bildungssystems – von der Vorschule bis zur Universität.

Mehr Studenten, mehr Fachhochschulen

Und wie sich zeigt, gibt es eine deutliche und anhaltende Verschiebung: Immer weniger Jugendliche absolvieren einen Realschulabschluss oder noch niedrigere Schulabschlüsse, stattdessen nimmt die Zahl der Abiturienten stetig zu: Von den heute 30 bis 35-Jährigen haben 43 Prozent die Hochschulreife, vor 30 Jahren waren es nur 22 Prozent. Dieser Trend zu höheren Abschlüssen setzt sich auch in die Universitäten fort: Die Hochschulen in Deutschland haben in den letzten drei Jahren mehr Studienanfängerinnen und Studienanfänger aufgenommen als jemals zuvor, wie Daten belegen.

Aber auch die Hochschullandschaft in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stark verändert, wie der Bericht zeigt: Die Fachhochschulen spielen demnach eine zunehmend größere Rolle: Ihr Anteil an allen Studienanfängern ist seit 2000 um zehn Prozent auf 41 Prozent gestiegen. In den letzten 14 Jahren wurden zudem 60 private Fachhochschulen neu gegründet. „Hierin zeigt sich eine steigende Nachfrage nach Studienformaten, die auf Erwerb beruflicher Kompetenzen gerichtet sind und die für bereits Erwerbstätige besonders attraktiv sind. Denn private Träger stellen einen großen Teil der Fernstudiengänge, aber auch des dualen Studiums“, erläutert Christian Kerst vom DZHW.

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