Ein Gewässername entstand aus dem ursprünglichen Wortstamm, kombiniert mit einer Endung für das Geschlecht. Die schlichteste Form der Gewässernamen ist »die, dass an ein wurzelhaftes Element ein einfaches, den Flexionsnamen abgebendes -a antritt, so dass feminine Gebilde entstehen wie Aisa und Isa, Nida und Neida (...)« (H. Krahe, Unsere ältesten Flußnamen, Wiesbaden 1964). Daraus entsteht in der deutschen Sprache z. B. die Nidda, die Saale, die Elbe usw.
H. Krahe fährt fort: »Sehr viel seltener und fast ausschließlich auf südliche Bereiche beschränkt (vgl. Würzburger Jahrbuch f. d. Altertumswissenschaft 1, 1946, 79-86; Beiträge zur Namensforschung 2, 1951, 217-227) finden sich Masculina auf ursprüngliches -os, so Abos, Apos usw.« Dadurch entstanden jeweils die männlichen Flussnamen wie Main (alt Moinos) usw.



