Lexikon

Entwicklung

Philosophie
ursprünglich „Entrollung“ [lateinisch evolutio], nämlich einer Buchrolle, oder „Entfaltung“ [lateinisch explicatio], nämlich eines Begriffs, Gedankens bzw. der Welt, sofern sie als Selbstentfaltung Gottes verstanden wird. Der Gedanke der Selbstentwicklung des Lebens zu immer größerer Vollkommenheit hat seinen Ursprung in der Renaissance und erreicht im deutschen Idealismus seinen Höhepunkt; das gilt insbesondere für Hegels dialektischen Entwicklungsbegriff, der die Selbstentfaltung des Göttlichen in der Welt, die Selbstentwicklung des Lebendigen zum Göttlichen sowie die schöpferische Darstellung des Weltprozesses in sich schließt.
Gegenüber diesem metaphysischen Entwicklungsbegriff wurde er im 19. Jahrhundert zu einem beherrschenden Prinzip der Naturwissenschaften. Darwin deutete Entwicklung als fortlaufende Anpassung an die Bedingungen der Umwelt, H. Spencer als Übergang von unzusammenhängender Gleichartigkeit in zusammenhängende Ungleichartigkeit.
Wissenschaft

Tierisches Leuchten

Biolumineszenz hilft ihnen beim Jagen, Fliehen oder der Partnersuche. Und inzwischen hat die vielfältig leuchtende Tierwelt auch die Neugier von Medizinern und Genforschern geweckt, die daraus neue Methoden für ihre Arbeit ableiten. von Christian Jung Glühwürmchen sind nicht nur schön anzusehen, kaum ein anderes Tier schafft es...

Candida auris
Wissenschaft

Neuer Wirkstoff gegen multiresistente Pilze

Infektionen mit multiresistenten Pilzen sind eine zunehmende Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Nun haben Forschende einen bakteriellen Wirkstoff entdeckt, der womöglich Abhilfe schaffen könnte: Die Substanz namens Mandimycin greift die Membran der Pilzzellen mit einem zuvor unbekannten Mechanismus an und umgeht dadurch...

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