Lexikon

Tolernz

allgemein
Duldung, Duldsamkeit; die Respektierung der Meinungen, Wertvorstellungen und Verhaltensweisen anderer. Die Idee der Toleranz war seit ihrem Aufkommen im europäischen Mittelalter bis in die Neuzeit hinein hauptsächlich eine Frage nach religiöser Toleranz. Thomas von Aquin sah in ihr die Duldung sündigen Verhaltens, der Humanismus setzte Toleranz mit Religionsfreiheit gleich (Nikolaus von Kues, Erasmus von Rotterdam). Ansätze eines modernen Toleranzgedankens zeigen sich bei S. Franck, der die Gleichheit aller Menschen vor Gott heraushob. Mit J. Locke, der im Glauben eine Privatangelegenheit sah und die Trennung von Staat und Kirche forderte, sowie mit J. S. Mill, der für Toleranz vor allem in Fragen moralischer und gesellschaftlicher Normen plädierte, begann die Entwicklung des modernen Toleranzbegriffes als einer vom Staat anzuerkennenden Meinungs- und Gewissensfreiheit, die zur Grundvoraussetzung demokratischer und pluralistischer Gesellschaften wurde.
Die Ästhetik trügt: Plasik im Meer ist für viele Tiere lebensbedrohlich, etwa wenn sie es für Nahrung halten und verschlucken.
Wissenschaft

Ein buntes Plastik-Meer

Eine Flut von großen und kleinen Kunststoffteilen durchzieht die Ozeane. Die Verbreitung des Plastikmülls im Meer hat negative Folgen für die Ökosysteme. Der Zufluss muss dringend gestoppt werden. Von BETTINA WURCHE Eine violette Seegurke liegt auf dem hellen, schlickigen Boden des Marianengrabens. Nicht weit davon bläht sich...

Wissenschaft

„Spider-Man-Technologie“ entwickelt

Das Fantasy-inspirierte Verfahren zeigt Anwendungspotenzial. © Marco Lo Presti, Tufts University Er kann klebrige Spinnen-Fäden aus seinem Handgelenk abfeuern: Der Comic-Held Spider-Man hat Forschende zur Entwicklung einer raffinierten Technologie inspiriert. Dabei wird ein Strahl aus flüssiger Seide aus einer Düse abgeschossen,...

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