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Das Kronthaler - Alpin am Achensee

Süße Verführer und Christbaum inklusive

Mit dem ersten Schnee der letzten zwei Wochen flogen unsere Gedanken rasch wieder zurück zum Kronthaler. Zurück zu den Tagen im Alpin Lifestyle Hotel am Nordufer des Achensees, direkt an der Schnittstelle von Rofan und Karwendel. Wie sich das Haus mit seinen klaren architektonischen Strukturen und der geschniegelten Lärchenholzfassade wohl jetzt in die tiefverschneite Landschaft einfügen mag? Ob der Ausblick von unserem Balkon in Richtung Achensee seinen Charakter spürbar verändert hat? Wie fühlen sich die ersten Schwünge auf der benachbarten Skipiste an, bevor man in die wohltuend gedämpfte Wellness-Area eintaucht? Wir blicken zurück auf unseren Aufenthalt am Achensee.

Architektur - hier kein Selbstzweck

Kronthaler
Das Kronthaler

Die Architektur des Hotels DasKronthaler wird von Holz und Glas bestimmt.

Der Achensee ist nicht nur der größte Bergsee in Tirol, sondern auch liegt auch inmitten des größten Naturparks Österreichs, dem Karwendelgebirge. Nur eine gute Stunde südlich von München entfernt. Dort hat sich Günther Hlebaina seinen Traum verwirklicht und ein Hotel eröffnet, das in dieser Lage seinesgleichen sucht: Das Kronthaler. Der Tiroler Hlebaina, ein bescheidener und zugleich authentischer Gastgeber, ist in seinem "Lebenswerk", wie er Das Kronthaler nennt, immer ganz dicht dran am Geschehen und zeigt Präsenz. Seinen Namen verdankt das Hotel übrigens dem Vorbesitzer, bei dem Hlebaina einst nicht nur als Skilehrer tätig war, sondern dem er auch in Freundschaft verbunden war, bevor er dann das neue Hotel ab 2008 auf den Grundmauern des alten errichten ließ. Wobei man dem Fels gar mit Sprengstoff zum harten Leibe rücken musste. Im Dezember 2010 eröffnete Das Kronthaler nach nur achtmonatiger Bauzeit. Hlebaina macht heute keinen Hehl daraus, dass man damals wohl doch einiges überstürzt hatte. Aber knapp zwei Jahre später sind die Kinderkrankheiten des Gebäudes größtenteils auskuriert. Im ersten echten Geschäftsjahr beträgt die Auslastung der 99 Suiten und Zimmer mit Platz für 222 Gäste nach Hlebainas Aussage bereits 50 %. Tendenz steigend. Das kann sich durchaus sehen lassen. Was uns in den ersten Stunden unseres Aufenthaltes ein wenig verwirrt, ist die interne Wegestruktur vom Haupteingang zu unserem Zimmer im zweiten Hauptgebäude. Intuitiv erschließt sich diese - zumindest uns - nicht.

 

Verantwortlich für die Architektur zeichnete das Innsbrucker Architektenbüro Jäger. Allerdings unter konsequenter Einbeziehung der exakten Vorstellungen Günther Hlebainas. Und so ist Das Kronthaler im wahrsten Sinne des Wortes ein Design-Hotel, allerdings ohne dabei die Funktionalität von Räumen und Interieur über das pure Design zu vernachlässigen. Es herrschen in allen Bereichen klare Liniengebung und simple Strukturen vor. Weite Glasfronten ziehen die umgebende Natur in das Innere des Gebäudes hinein. Dort herrschen dann heimische Materialien wie Holz, Naturstein, Fell oder Loden vor und spiegeln die Außenumgebung quasi wie in einem Miniaturglas noch einmal wider.

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Zimmer mit Aussicht

Die Zimmer im Hotel Das Kronthaler bieten viel Platz, warme Erdtöne und großartige Aussichten auf den Achensee.

Die Zimmer sind offen und lichtdurchlässig gestaltet. Die Bäder dabei nicht abgeschlossen, sondern über vertikale Glaselemente mit dem großzügigen Schlafbereich verbunden. Warme Braun- und Beigetöne schaffen das farbige Pendant zur entspannten Grundstimmung der Räume. Die Holzfußböden erden. Auf das WLAN und den großen Flachbildschirm hätte man da auch gerne verzichten können, denken wir. Denn der Blick vom hölzernen Balkon ist wirklich natürliches Futter für alle Sinne. Und Labsal für unsere vom alltäglichen Bildschirmflackern geplagten Augen. Hier kommt man gerne zur Ruhe.

 

Das Kronthaler
Im Herzen des Kronthaler

Unter dem Eingangsbereich des Hotels Das Kronthaler befindet sich eine Art Grotte. Raum für Stille und Rückzug.

Apropos Ruhe. Wir fragen Günther Hlebaina nach seinem ganz persönlichen Lieblingsort im Kronthaler? "Direkt unter der Lobby", antwortet er knapp, da wo man das nackte Gestein, das felsige Herz des Kronthalers spürt. Wirklich ein Ort der Ruhe. Und vielleicht sogar der Meditation? Wir folgen seinem Ratschlag und ziehen uns in diese "stille Grotte" zurück, in der bei Regenwetter der Niederschlag direkt an den Felswänden im Inneren des Hotels herabläuft. Hier kann man auf einer Kirchenbank sitzend, den Tag Revue passieren oder auch einfach mal Tag sein lassen. In diesem anthrazitfarbenen Refugium zum Loslassen.

 

 

 

 

 

 

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von wissen.de-Redakteur Jörg Peter Urbach
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