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Ein durch und durch vornehmer Künstler

Vor 200 Jahren, am 3. Februar 1809 wurde der deutsche Komponist Felix Mendelssohn geboren. Er komponierte in fast allen musikalischen Gattungen und verband in seinem Schaffen Klassizität der Form mit einer Tonsprache, die bereits vom Gefühl der Romantik inspiriert ist. Seine „Lieder ohne Worte“ verführten den Komponistenkollegen Max Reger zu folgenden Worten: "Was mich bei Mendelssohn so anzieht, ist die Wahrheit des Ausdrucks des Empfindungslebens, eines auch menschlich durch und durch vornehmen Künstlers." Wir blicken auf das Leben eines Mannes, dessen Kompositionen zum Feinsten gehören, was die deutsche Musikgeschichte bis heute hervorgebracht hat.  

aus der wissen.de-Redaktion

Erste Begegnung mit der Musik

Felix Mendelssohn-Bartholdy
wissenmedia GmbH, Gütersloh

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn wird am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren. Im Jahr 1811 zwingt die französische Besetzung der Hansestadt die Familie Mendelssohn zur Flucht nach Berlin. Dort erhält Felix im Alter von fünf Jahren den ersten Klavierunterricht durch seine Mutter, die selbst eine exzellente Pianistin ist. Seine vier Jahre ältere Schwester Fanny hat ihm bereits Einiges an Können voraus, was für den sensiblen Felix im Laufe der Jahre nicht immer einfach sein sollte. So leidet er lange Zeit unter Minderwertigkeitskomplexen gegenüber seiner Schwester.

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Musikalische Ausbildung

Felix und seine Geschwister erhalten durch Hauslehrer wie Carl Friedrich Zelter und andere bedeutende Zeitgenossen eine breite geistig-kulturelle Bildung. Neben der humanistischen Allgemeinbildung gehört für die Eltern Mendelssohn auch ein umfassender musikalischer Unterricht zum unverzichtbaren Bestandteil der Erziehung. Ein Studium der Musiktheorie sowie eine Einführung in das musikalische Erbe insbesondere Johann Sebastian Bachs steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie das eigene Musizieren. Die Geschwister Felix und Fanny treten dabei bereits in jungen Jahren als musikalische Wunderkinder auf. Nachdem Mutter Lea den Grundstein für die Entfaltung der musikalischen Talente ihrer Kinder gelegt hatte, erfahren Fanny und Felix 1816 weitere Prägungen durch die Pianisten Marie Bigot und Ludwig Berger. Des weiteren bereichern Ignaz Moscheles und der Goethe-Freund Carl Friedrich Zelter die musikalischen Erfahrungen des Mendelssohn-Kinder. Zelter ist es auch, der Felix mit Johann Wolfgang von Goethe bekannt macht. Sie begegnen sich erstmals im Jahr 1821 in Weimar. Zwischen Musiker und Dichter entwickelt sich nicht nur eine künstlerisch bereichernde Beziehung, sondern auch ein enges menschliches Verhältnis.

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