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Energie sparen im Alltag: So einfach kann es sein

Die Klimakrise hat einen immer größer werdenden Einfluss auf unser aller Leben. Wir werden uns wohl in Zukunft auf extreme Wetterverhältnisse gefasst machen müssen. Mittlerweile sind wir an dem Punkt angelangt, an dem wir nur noch den Schaden, den wir verursacht haben begrenzen können. Es ist also umso wichtiger, dass jeder von uns einen Beitrag dazu leistet, die Erderwärmung, so gut es geht, aufzuhalten. Das ist nicht unbedingt mit einem großen Verzicht verbunden. Meist lässt sich durch kleine Maßnahmen im Alltag Energie einsparen und damit den eigenen CO2-Fußabdruck etwas schmälern.

Symbolbild Energieverbrauch
Symbolbild Energieverbrauch

Deshalb ist das Sparen von Energie fürs Klima wichtig

Durch das Sparen von Energie wird letzten Endes weniger des Treibhausgases Kohlendioxid, oder kurz CO2, in die Luft ausgestoßen. Das Gas entsteht unter anderem bei der Energieproduktion.

Noch immer werden weltweit fossile Brennstoffe genutzt, um Energie zu erzeugen. Deren Verbrennung erzeugt Kohlendioxid, genauso wie die Gewinnung und der Abbau dieser Brennstoffe. Allein deshalb ist Einsparen von Strom oder Gas aktuell die wirksamste Methode, um der Erderwärmung entgegenzuwirken.

Unnötige Geräte komplett ausschalten

Die einfachste Möglichkeit, um im Haushalt Energie zu sparen, ist keine zu verbrauchen. Besonders Geräte, die nicht genutzt werden, sollten komplett vom Stromnetz genommen werden. Denn ein Gerät, das nicht angeschlossen ist, kann keinen Strom verbrauchen.

Fernseher, Computer und andere Elektrogeräte sollte nicht nur in den Standby-Modus versetzt werden, denn der verbraucht trotzdem Energie, wenn auch weniger als im eingeschalteten Zustand. Ein Haushalt mit drei Personen zahlt jährlich allein 100 Euro nur wegen des Standby-Modus.

Energieeffiziente Beleuchtung

Lampen und Leuchten benötigen wir jeden Tag. Hier liegt ebenfalls ein enormes Einsparpotenzial begraben. Dabei muss nicht unbedingt auf schlichte oder nichtsagende Designs zurückgegriffen werden. Es darf ruhig eine schicke, moderne und schöne Beleuchtung in der Wohnung genutzt und dennoch etwas für den Klimaschutz getan werden.

Es kommt hier nämlich vielmehr auf die eingesetzten Leuchtmittel an. Halogenlampen sollten gegen LED-Lampen ersetzt werden. Allein beim Austausch von drei Lampen können rund 95 Kilogramm CO2 pro Jahr eingespart werden. Diese Maßnahmen schonen zusätzlich den Geldbeutel, denn es werden etwa 55 Euro pro Jahr gespart.

Ökologische Energieanbieter wählen

Damit wird zwar keine Energie gespart, allerdings kommen hier vor allem erneuerbare Energien zum Tragen, deren Erzeugung deutlich weniger CO2 produziert als mit fossilen Brennstoffen. Meist stammt der Strom aus Wind oder Sonnenenergie. Tarife mit Ökostrom sind zudem nicht teurer als die Strompreise anderer Anbieter.

Ein Wechsel kann sich also lohnen, sowohl preislich als auch umwelttechnisch. Wer seine Energie mit Photovoltaik selbst produziert, spart ebenfalls Stromkosten und Treibhausgase.

Sparsame Haushaltsgeräte

Eine große Menge Strom schlucken im Alltag große Elektrogeräte, wie beispielsweise der Kühlschrank, die Waschmaschine, der Trockner, der Spülmaschine oder der Herd. Durch eine Umrüstung auf energiesparende Geräte lässt sich entsprechend viel Strom und Geld sparen. Oft verfügen diese Geräte in besonders sparsamen Modi betreiben, was den Effekt noch weiter verstärkt. Wichtig ist zudem, dass Wasch- und Spülmaschine bei jedem Waschgang so voll wie möglich sind.

Sonderfallkühlschrank     

Beim Kühlschrank gibt es gleich mehrere Punkte, die es zum Thema Energiesparen zu beachten gilt. Zunächst sollte kein warmes oder heißes Essen im Kühlschrank landen. Reste sollten immer vollständig ausgekühlt sein.

Grundsätzlich sollte die Temperatureinstellung der einzelnen Fächer überprüft werden. Ist der Innenraum beispielsweise bereits ein Grad wärmer eingestellt, ergibt sich dadurch eine Ersparnis von etwa 9 Kilogramm CO2 pro Jahr. 7 Grad sind im Innenraum völlig ausreichend, um die Frische von Lebensmitteln zu gewährleisten.

Langes und häufiges Öffnen des Schranks sollte vermieden werden, genauso wie die unmittelbare Nähe zu einer Heizung, Ofen oder dem Herd. Regelmäßiges Abtauen des Gefrierfachs kann den Stromverbrauch des Kühlschranks ebenfalls senken.

Energiesparen beim Kochen

Beim Kochen und Backen gibt es ebenfalls ein großes Einsparpotenzial. Beim Kochen sollte so oft es geht ein Deckel genutzt werden. Der sorgt dafür, dass die Hitze nicht aus dem Topf oder der Pfanne verschwindet. Um Wasser zu kochen, empfiehlt sich ein Wasserkocher. Das geht deutlich schneller als das Erhitzen von Wasser im Topf.

Beim Backen sollte die Umluft-Funktion bevorzugt werden. Dabei muss die Temperatur nämlich nicht so hoch eingestellt werden. Außerdem können bei der Umluft-Funktion gleich mehrere Ebenen des Backofens gleichzeitig genutzt werden.

Für den Winter: Richtiges Heizen und Lüften

Grundsätzlich sind unsere Räume oft zu stark beheizt. Meist lässt sich durch Herunterregeln der Temperatur um ein bis zwei Grad bereits eine Menge Energie einsparen. Zusätzlich sollte das regelmäßige Lüften im Winter nicht vernachlässigt werden. Dazu werden zwei bis drei Mal pro Tag alle Fenster für etwa zehn Minuten weit aufgerissen. Auf gar keinen Fall sollten die Fenster ständig auf Kipp stehen. Das wäre in etwa so, als würde man das Geld zum Fenster rauswerfen.

Fazit

Im Haushalt gibt es eine ganze Menge Stellschrauben, an denen es sich drehen lässt, um effektiv Energie einzusparen. In den meisten Fällen schont das nicht nur die Umwelt und kommt dem Klimaschutz zugute, sondern wirkt sich zudem noch positiv auf den Geldbeutel aus.

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