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Umstrittener Ausbau bedroht Biotope

Der Streit über den Ausbau der niederbayerischen Donau dauert bereits Jahrzehnte. Nach dem Regierungswechsel in Berlin ist er im Frühjahr 2006 in eine neue Runde gegangen. Naturschützer wollen den letzten frei fließenden Abschnitt des Flusses zwischen Straubing und Vilshofen erhalten, wie er ist: als eine intakte Flusslandschaft mit vielen selten gewordenen Tieren und Pflanzen. Die Binnenschifffahrt hingegen fordert schon lange einen Ausbau des 70 Kilometer langen Teilstücks, um eine für die Lastkähne benötigte Wassertiefe von 2,50 Metern auch in diesen Bereich an mehr als bislang 160 Tagen im Jahr zu gewährleisten. Nur so, sagen die Transportunternehmen, könnten sie wirtschaftlich arbeiten.

von Iris Hilberth, wissen.de

Die damalige rot-grüne Bundesregierung hatte sich im Jahr 2002 für den so genannten „sanften Ausbau“ ohne Staustufen entschieden und Naturschützer aufatmen lassen. „Das bringt zusätzlich nur 20 Tage und das reicht nicht“, sagen die Transportunternehmen und haben die bayerische Staatsregierung auf ihrer Seite. Beide hoffen nun mit Schwarz-Rot in Berlin doch ihre Pläne mit der Staustufe umzusetzen, die 130 zusätzliche Tage mit gewünschter Wassertiefe bringen würde. Bei ihrer Forderung verweisen sie auf das im März 2006 abgeschlossene Raumordnungsverfahren der Regierung von Niederbayern, das eine Staustufen empfiehlt.

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