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LEXIKON

Hefe

Hefepilze; Saccharomycetaceae
Sprossung einer Hefezelle
Sprossung einer Hefezelle
Die Sprossung ist eine Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung. Zunächst entsteht ein Auswuchs an der Mutterzelle, dann erfolgt die Einwanderung eines Tochterkerns, und schließlich kommt es zur Abschnürung der Tochterzelle.
einzellige, kugelige, ovale oder zylindrische Organismen, die sich hauptsächlich durch Zellsprossung vermehren. Die wilde Weinhefe, Saccharomyces ellipsoideus, überwintert in Sporenform im Boden und gelangt von dort aus auf die Trauben und so in den Most; die Bierhefe (Bärme), Saccharomyces cerevisiae, ist dagegen nur gezüchtet bekannt. Beide Arten kommen in verschiedenen Rassen vor, die in Reinkultur gezüchtet werden und in Gärungsbetrieben und als Treibmittel in der Bäckerei (Backhefe) Verwendung finden (Gärung). Hefe der Gattung Torula wird als Wuchshefe zur biologischen Eiweißsynthese verwendet. Hefeorganismen und (besonders) Bierhefe sind durch einen hohen Gehalt an Wirkstoffen der verschiedensten Art ausgezeichnet. Hefe wird daher auch als Vitaminspender bei Vitaminmangelzuständen und Furunkulose eingesetzt (Hefekur).
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